Junge Szene
Mit kreativen Ideen Bewusstsein schaffen

Schon von Weitem sind die großen Strohpuppen an den Ortseingängen von Holtwick und Osterwick gut zu sehen. Mit kreativen Ideen wollen die Rosendahler auch die jungen Leute – vor allem die Erstwähler – mobilisieren. Nicht nur, weil Europa jeden etwas angeht, sondern auch weil Rosendahl ein ehrgeiziges Ziel verfolgt: 100 Prozent Wahlbeteiligung.

Freitag, 10.05.2019, 10:16 Uhr aktualisiert: 10.05.2019, 16:28 Uhr
Junge Szene: Mit kreativen Ideen Bewusstsein schaffen
Viele Gedanken zu Europa haben sich die Landjugendlichen aus Holtwick und Osterwick gemacht. Das Ergebnis: Strohpuppeninstallationen, die am Ortseingang der Dörfer die Autofahrer begrüßen wie hier in Holtwick auf der B474. Foto: tdr

Die Landjugendlichen aus Holtwick und Osterwick haben sich dazu besonders ins Zeug gelegt mit ihren meterhohen Strohpuppen. „Die Puppen sollen zeigen, wie wichtig es ist, zur Wahl zu gehen, um die eigenen Einstellungen und Interessen in Europa zu vertreten“, betont die erste Vorsitzende der KLJB Holtwick, Laura Schulenkorf. „Nicht „sollte“, „hätte“ oder „würde“, sondern „wählen“ steht da ganz im Vordergrund.“ Jeder, der wahlberechtigt ist, solle diese Chance auch nutzen, ist sie überzeugt. „Nur so kann Politik funktionieren und Europa sich weiter für eine sichere Zukunft verbessern.“

Die Strohpuppen finden sich auf dem Feld von Antonius Decking. Zu den Aufbauarbeiten waren rund 15 Mitglieder der KLJB vor Ort. Die Strohballen wurden von den Familien Barenbrügge und Eising gestellt, wofür die Landjugend sehr dankbar ist.

Die Aktion findet auch Monika Klein klasse. „Sich kreativ-künstlerisch zu betätigen, ist ein guter Weg“, findet die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Rosendahl-Entrammes. Auch durch den Instagram-Account des Vereins sowie durch Mundpropaganda und Fahrten nach Frankreich werde die Bedeutung von Europa ins Bewusstsein jedes Einzelnen gerückt. „Die jungen Leute müssen sich eine eigene Meinung bilden und sich fragen ,Was ist mir wichtig mit Blick auf Europa?’“, sagt Monika Klein.

Diese Meinung teilt auch Moritz Hens. „Gerade wenn man sich noch nie mit Politik beschäftigt hat, kann es hilfreich sein, sich die Programme der Parteien einmal anzuschauen, um zu wissen, womit man sich grundlegend identifiziert“, erklärt der Sprecher des Jugendgremiums des Partnerschaftsvereins. Und natürlich sei auch der Wahl-O-Mat eine gute Hilfe.

Darauf setzt auch Julia Lorenz von der Offenen Jugendarbeit (OJA) in Rosendahl. „An unserem Tablet spielen wir das einmal gemeinsam durch, weil wir auch junge Leute mit Migrationshintergrund haben, die die Thesen nicht auf Anhieb verstehen“, sagt Julia. Gerne würde die OJA auch wieder eine U18-Wahl starten. „Dafür suchen wir noch nach einem Kooperationspartner“, erklärt Julia. Und außerdem sei auch ein Europa-Tag in Planung. „Da wollen wir dann mit europäischen Spielen und Speisen die Kulturen der einzelnen Länder darstellen.“ Der Kreativität sind offenbar keine Grenzen gesetzt – immer das Ziel vor Augen: 100 Prozent Wahlbeteiligung.

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