Junge Szene
Im Ausland über sich hinausgewachsen

Die Sprachkenntnisse vertiefen, sich in einer großen Stadt zurechtfinden und den Alltag für sechs Wochen selbst organisieren – im Wohnwagen, über Airbnb oder auch im Studentenwohnheim – und das alles auch noch im Ausland. Diesen Herausforderungen haben sich vier Gestaltungstechnische Assistenten vom Pictorius-Berufskolleg in Coesfeld gestellt. Nun haben sie von ihren einmaligen Erfahrungen berichtet und ihre Europässe verliehen bekommen.

Freitag, 14.06.2019, 10:54 Uhr aktualisiert: 14.06.2019, 17:39 Uhr
Junge Szene: Im Ausland über sich hinausgewachsen
Für ihre sechswöchigen Auslandspraktika haben Johann, Friederike, Annalena und Theresa jetzt am Pictorius-Berufskolleg ihre Europässe verliehen bekommen. Foto: fs

Ob sie mit ihren Sprachkenntnissen zurechtkomme, war Theresas größte Sorge, bevor sie ihr Praktikum in einer Werbeagentur in Deventer antrat. Völlig unbegründet, wie sich nachher herausstellte. „Ich bin sogar von den Niederländern dafür gelobt worden. Das war eine tolle Bestätigung“, freut sich die 18-Jährige. Eine passende und zugleich günstige Unterkunft zu finden, sei die größte Hürde gewesen. Schließlich fand Theresa dann über Airbnb zu ihrer Gastfamilie – kulinarische Köstlichkeiten wie Bitterballen inklusive.

Auch Johann zog es ins Nachbarland. In einer Agentur für Websitegestaltung und E-Commerce in Amsterdam hat er sein Praktikum hingegen auf Englisch absolviert. Über 100 Bewerbungen musste er verschicken, bis die erlösende Zusage kam. Doch die Mühen haben sich gelohnt. Johanns Befürchtungen, sich mit seinen Arbeitskollegen vielleicht nicht zu verstehen oder als „Prakikant nur zu stören“, verflogen gleich am ersten Tag. „Ich wurde wirklich in dem Job herausgefordert und die Leute waren alle super nett und weltoffen“, berichtet der 17-Jährige. Mit einem Wohnwagen hat er in der Zeit auf einem Campingplatz eingecheckt und ist jeden Morgen mit dem Rad zur Arbeit gefahren – ganz nah an der holländischen Mentalität. Und natürlich blieb auch noch genügend Freizeit, um Amsterdam zu erkunden.

Zwischen sehr großer Vorfreude und der Angst vor Heimweh schwankten die Gefühle von Friederike vor dem Praktikum in Paris. „Ich war noch nie so lange von zu Hause weg“, sagt die 17-Jährige. Mit ihrer Schulkollegin Annalena hat Friederike bei einer Werbeagentur angeheuert, die sich auf die 3D-Gravur von Logos spezialisiert hat. Von ihrem Studentenwohnheim aus ging es jeden Morgen mit der Métro zur Arbeit. Selbst neue Freundschaften schlossen die beiden in Paris und nutzten ihre Freizeit, um Sacre Coeur oder auch den Eiffelturm zu besichtigen.

Die einhellige Meinung der Auslandspraktikanten? „Absolut empfehlenswert!“ „Man wächst über sich hinaus und kann seine Persönlichkeit total stärken“, findet Annalena. „Vor allem ist man hinterher stolz auf sich“, fügt die 18-Jährige hinzu.

Welche Erfahrungen die Auslandspraktikanten am Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskolleg in Coesfeld gemacht haben, lest ihr am Samstag im Lokalteil unserer Zeitung.

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