Staatssekretär Laumann mahnt eindringlich zur Gestaltung des demografischen Wandels
CDU setzt beim Schulthema auf Elternwillen

Coesfeld. Aus Erfahrungen früherer Schulentscheidungen fürs politische Leben lernen, so lautet in Anlehnung an das bekannte Sprichwort offenbar die Devise der CDU. Mit den Eltern die Zukunft der weiterführenden Schulen verlässlich gestalten: diese Botschaft der Union betonten die Politiker vor den rund 50 Anwesenden. Zudem zeigte die Parteiführung ihre weiteren Ziele für den neuen Rat auf und ließ sich aus erster Hand von Staatssekretär Karl-Josef Laumann und Karl Schiewerling über die bundespolitische Lage informieren.

Donnerstag, 01.05.2014, 16:26 Uhr

Staatssekretär Laumann, Bevollmächtigter der Bundesregierung für Patienten und Pflege, mahnte mit eindringlichen Worten, die politische Gestaltung des demografischen Wandels anzugehen. „In zwei, drei Jahren wird ,Über 80’ das Thema sein, denn bis dahin ist ein selbstbestimmtes Leben weitgehend möglich.“ Politik müsse Voraussetzungen schaffen, dass die Menschen möglichst lange in ihrem Umfeld leben und sich dort versorgen könnten. Für ihren letzten Lebensabschnitt („der ist nicht schön“) müssten sie sich auf stabile Systeme wie Pflegeheime verlassen können. Wie anschließend MdB Schiewerling mahnte Laumann auch vor dem Hintergrund der Ukraine eindringlich, die „Friedensbewegung Europa“ bei der Wahl zu unterstützen.

An Laumanns Aussage anknüpfend, dass gesellschaftlicher Wandel vor dem Schulsystem nicht Halt mache, forderte Stephan Beck zur Besonnenheit auf. Die CDU werde, wie schon vor der Sekundarschul-Entscheidung, alle Fakten sorgfältig prüfen und dann einen klaren Kurs halten. „Dabei steht der Elternwille im Vordergrund“, deutete Beck an, dass seitens der CDU auch andere Schulformen für die Zukunft nicht grundsätzlich ausgeschlossen würden. Er mahnte aber die anderen Fraktion dazu, nicht immer wieder mit großer Mehrheit gefasste Beschlüsse in Frage zu stellen und „ein gut funktionierendes Schulsystem trotz hervorragenden Anmeldezahlen zu zerschlagen“. Auch Norbert Hagemann kritisierte mit Blick auf andere Fraktionen „deren Schlingerkurs mit Wendungen und Wirrungen“.

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