Interessante Einblicke auf neunten Daruper Gewerbetagen / Technik lässt Männerherzen höher schlagen
Rasenmäher wie von Geisterhand

Darup. Ein Rasenmäher, der selbständig das heimische Grün auf passende Länge hält, ist sicherlich der Traum vieler Gartenbesitzer. Moderne Gerätschaften wie diese, die die Arbeit erheblich erleichtern, gab es auf den 9. Daruper Gewerbetagen an der Reithalle zu bestaunen. „Was die Hannovermesse bietet, kann Darup schon lange“, verkündete Chef-Organisator Karl Heimann selbstbewusst bei der Begrüßung, fügte jedoch relativierend hinzu: „Wenn auch in Sparversion“.

Dienstag, 27.05.2014, 12:29 Uhr

Präsentierte sich der Besucherstrom am Samstag auch recht beschaulich, so nutzten doch am Sonntag viele Ausflügler die Gewerbeschau als Ziel. Natürlich vorwiegend wegen der 47 Aussteller, die hier ihre Produkte aus den Bereichen der Landwirtschaft, Haus- und Gartentechnik vorstellten. Aber nicht zuletzt auch, weil das engagierte Damen-Dream-Team vom Reiterverein hier wieder mit einem selbst kreierten Kuchenbüfett zu trumpfen wusste.

„Wir haben hier auch schon mal enger gestanden“, befand ein Aussteller, der im Zelt Kunden über die Leistungen seiner Krankenkasse informierte. Das Fest der Kinderkommunion, das mit diesem Termin kollidierte, soll einer der Gründe dafür gewesen sein.

Tatsächlich ließ das Angebot der Gewerbetage vor allem das Herz der männlichen Besucher höher schlagen. Denn ein Neun-Schar-Pflug, mit einer Arbeitsbreite bis zu 4,50 Meter und einem Schlepper, der 270 Pferdestärken unter der Haube hat, ist schon eine nicht zu verachtende Hausnummer. Auf der anderen Seite gab es in der Oldtimer-Riege der Traktoren ebenso ungewöhnliche Raritäten zu entdecken, die allerdings ihre Hochzeiten schon lange hinter sich gebracht haben. Überhaupt war hier fachsimpeln angesagt und dazu gab es ausreichend Gelegenheit.

Logisch, dass sich in so einem Ambiente auch der Staatssekretär Karl-Josef Laumann als gelernter Maschinenschlosser wohlfühlte. „Das Münsterland ist mehr als Pättkestouren, Schinken und gutes Bier“, machte der Hörstelerin seinem Vortrag deutlich. „Wir haben einen konkurrenzfähigen Maschinenbau und Dienstleistungen zu bieten, die wir auch exportieren“. Da durch den demografischen Wandel bedingt demnächst mehr Arbeitnehmer in Rente gehen als Kinder aus der Schule kommen, sei es um so wichtiger, ein Münsterland aufzubauen, in dem auch junge Menschen gerne wohnen: „Um gute Fachleute hier auszubilden und sie dann auch zu halten, brauchen wir einen hohen Wohn- und Freizeitwert.“ Denn Menschen, die sich in ihrer Gemeinde wohlfühlten, seien auch gerne bereit sich ehrenamtlich für sie zu engagieren.

Karl Heimann zeigte sich asehr zufrieden mit der Resonanz: „Die Besucher haben unser vielseitiges Angebot gelobt. Und so etwas wie hier gibt es ja sonst nicht im Münsterland.“

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