Darup
Als Bowies Butler zur Selbstfindung

Darup. Zwei große braune Leder-Ohrensessel stehen auf der Bühne, dazwischen ein Tischchen mit zwei Gläsern Wein. „Das sieht so richtig gemütlich nach Erzählstunde aus“, freute sich Werner Zapp. Und damit hatte er gar nicht so unrecht. Aber es war mehr als nur eine Erzählung, die er und die Autorin Anja Liedtke im Alten Hof Schoppmann auf Einladung des IBP boten: „Schwimmen wie ein Delfin oder Bowies Butler“ ist eher eine etwas schräge und auf jeden Fall fiktive Geschichte. Eingebunden zwischen den Leseabschnitten war Gitarrist Ray Paradise, der Songs von Bowie und Lennon bot. Und das vom Feinsten.

Dienstag, 06.03.2018, 06:02 Uhr

Darup: Als Bowies Butler zur Selbstfindung
Gitarrist Ray Paradise ergänzte die Lesung von Anja Liedtke und Werner Zapp mit Songs von David Bowie und John Lennon. Foto: ib

Anja Liedtke ist Bowie-Fan und ihr Buch erschien zum ersten Todestag des Rockstars. „Meine erste Lesung war in Berlin, ein Ort an dem er auch war. Das war Gänsehautfeeling“, so die Autorin. Die Geschichte, die sie um Bowie spinnt, ist eine Mischung aus der Biografie des exzentrischen Briten und einer jungen Frau names Alex, die auf der Suche nach etwas ist, von dem sie selbst nicht weiß, was. Auf diesem Weg der Selbstfindung tritt Bowie in ihr Leben und sie setzt alles daran, sein weiblicher Butler zu werden. Daraus entsteht eine Interaktion zwischen Alex und Bowie, die den Zuhörer zum konzentrierten Lauschen zwingt, auch wenn – wie bei der Lesung – Werner Zapp den Part Bowies übernahm und mit seiner sonoren männlichen Stimme das Ganze damit für das Publikum leichter machte, den Sprüngen zwischen Fiktion und Realität der Protagonistin zu folgen. Zapp, selbst Autor und Mitinitiator der Reihe Buchholzer Autorenplausch, ergänzte sich sehr gut mit Anja Liedtke.

Zwischen den einzelnen Leseabschnitten erfüllten Gesang und Gitarrenmusik den Raum. Der Kölner Gitarrist Ray Paradise begeisterte unter anderem mit dem wohl bekanntesten Bowie-Song „Groundcontrol to Major Tom“ und fing damit das Publikum für sich ein.

Letzteres indes war an diesem Abend leider sehr übersichtlich vertreten und das war echt schade.

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