Darup
Sehreisen in tropische Gefilde

Darup. Wer gerne in die Ferne schweift, braucht jetzt nicht mehr weit zu fahren: Auf dem Alten Hof Schoppmann in Darup laden seit der Ausstellungseröffnung großformartige Drucke von Arne Bülow zu Sehreisen in tropische Gefilde ein. Die Vielfalt und Andersartigkeit der tropischen Vegetation, die ihn auf seinen Studienreisen nach Südamerika faszinierten, sind Anlass für Strukturstudien im Atelier, die sich im Grenzbereich von Erkennbarem und sich Auflösendem bewegen. Heraus kommen Arbeiten mit labyrinthischem Wimmelbildcharakter, die das Auge unstet umherwandern lassen, heißt es in einer Pressemitteilung. Mal geben Doppelbilder innerhalb der Bilder Halt, lassen etwas Gegenständliches aufblitzen, mal muss das Auge weiterwandern und sich im Schwebezustand zufrieden geben. Um diese Effekte zu erreichen, nutzt Arne Bülow das seltene Verfahren der experimentellen Linolätzung, das er geschickt mit dem traditionellen Linolschnitt kombiniert.

Mittwoch, 17.04.2019, 15:08 Uhr aktualisiert: 18.04.2019, 10:44 Uhr
Darup: Sehreisen in tropische Gefilde
Nah.Fern.Jetzt.: Die Ausstellung von Wiebke Tiessen und Arne Bülow wurde jetzt auf dem Alten Hof Schoppmann eröffnet. Foto: az

Ganz anders inspiriert sind die Arbeiten von Wiebke Tiessen. Sie stehen in der ersten gemeinsamen Ausstellung für die Entdeckung des persönlichen Nahbereichs. In luftigen Acrylzeichnungen nimmt sie den Betrachter mit in ihr Atelier und zeigt Ausblicke aus dem Atelierfenster, spielt mit dem Kontrast Innen und Außen und fängt in den farbigen Zeichnungen die wesentliche Stimmung des Lichtes und des Augenblickes ein. Oft dabei ist der Hund Oskar: eingerollt schlafend, am Knochen nagend oder gelangweilt wartend, bis das Malen ein Ende hat. Durch alle Bilder zieht sich bei ihr die Faszination für das Lebendige. Steht der Hund mal still wie im Acrylbild „Herbstwald“, sind es die Baumwurzeln und das farbige Laub, die zu Akteuren werden.

In seiner Begrüßungsansprache freute sich Thomas Zimmermann als Leiter des Naturschutzzentrums darüber, wie bunt und vielfältig der Ausstellungsraum des Naturschutzzentrums auch durch diese Ausstellung genutzt wird und neues Publikum anzieht. Musikalisch umrahmt von Musikstücken von Satie und Bach präsentiert von Cordula Eing und Katrin Hesemann, wurden die rund 80 Besucher der Vernissage im Anschluss von den Künstlern, die beide am Nottulner Gymnasium als Kunstlehrer tätig sind, in die Ausstellung eingeführt. 7 Die Ausstellung „Nah.Fern.Jetzt.“ ist noch bis zum 30. Juni zu sehen und täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

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