Gescher
Kompromiss für Natur und Technik

Gescher. Lange hat er für die Wasserkraftanlage "Alfers Mühle" mit ihrer Fischtreppe gekämpft. "Seit dem Jahr 1998", berichtet Berthold Elskemper von der Berkelstrom GmbH. Und es hat sich gelohnt. Durch die Fischtreppe mit ihren 31 "Stufen" und einer immer gleichbleibende Strömungsgeschwindigkeit können Fische einen Höhenunterschied von 3,10 Metern überwinden. Mit diesem ...

Sonntag, 29.05.2011, 00:00 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 29.05.2011, 00:00 Uhr

Gescher. Lange hat er für die Wasserkraftanlage "Alfers Mühle" mit ihrer Fischtreppe gekämpft. "Seit dem Jahr 1998", berichtet Berthold Elskemper von der Berkelstrom GmbH. Und es hat sich gelohnt. Durch die Fischtreppe mit ihren 31 "Stufen" und einer immer gleichbleibende Strömungsgeschwindigkeit können Fische einen Höhenunterschied von 3,10 Metern überwinden. Mit diesem "Berkel-Pilotprojekt" sei ein guter Kompromiss für Technik und Natur gefunden worden. Dass Natur und Technik an der Wasserkraftanlage quasi "Hand in Hand" arbeiten, davon konnten sich Interessierte am Samstag beim "Tag der offenen Tür", der im Rahmen der Wasseraktionswoche "Berkel" stattfand, überzeugen. Besonders die riesige "Archimedische Schnecke", die in der Wasserkraftanlage "Alfers Mühle" für die Stromerzeugung genutzt wird, hatte es den Besuchern angetan - vor allem den kleinen Gästen. Hier bekamen sie einen Eindruck vom Zusammenspiel zwischen "Energiegewinnung und Naturbelassenheit". Dieter Weßling von der Stadt Gescher blickte immer wieder in staunende und faszinierte Gesichter, wenn er über die Daten rund um die Anlage informierte. Dass eine Anlage dieser Größe bereits über 50 Haushalte mit Strom versorgen kann, ja, das versetzte viel Besucher in großes Staunen. Auch der Angelsportverein (ASV) Gescher gestaltete den "Tag der offenen Tür" mit. Denn: Der Verein hat die Patenschaft für die Fischtreppe übernommen und sorgt dafür, dass es Forelle und Co. in der Gescheraner Berkel gut geht - beispielsweise durch das Einsetzen von Jungfischen. Beim "Tag der offenen Tür" an der Wasseranlage kümmerte sich der Verein aber vor allem um die Besucher. Für das leibliche Wohl war mit Waffeln und Getränken gesorgt. Dabei informierte Hubert Osterholt, Mitglied beim ASV, über das nächste Projekt des Vereins. Denn der will seine Aktivitäten ausweiten und im "Projekt Kuhlen-Venn und Fürstenkuhle" mitwirken. Die fleißigen Fischfreunde, die an der "Berkelkraftanlage" auch ihre Angelkünste unter Beweis stellten und einen kleinen Einblick in die Fischerei an diesem Gewässer lieferten, freuten sich besonders darüber, dass so mancher Besucher einen der geangelten und geräucherten Fische erwarb, um "etwas aus der Heimat" genießen zu können. Alle Verantwortlichen der Wasserkraftanlage und Mitglieder des ASV hoffen nach einem gelungenen Tag mit "begeisterten Besuchern", dass jeder Anwesende einen guten "Einblick hinter die Kulissen" bekommen hat und wichtige Informationen mit nach Hause genommen hat.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/127328?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947616%2F696860%2F696871%2F
Nachrichten-Ticker