„Rosins Restaurants“: Folge für Kabel eins in Gescher gedreht / Lage neben Tankstelle besser nutzen
Sternekoch räumt bei „Mimo“ auf

Gescher. In der Küche des Restaurants „Portofino“ deutet Frank Rosin auf den großen Pizzaofen. „Hier wird ab sofort auf Stein gebacken, nicht auf Blechen“, erklärt der Sternekoch. Die Brüder Rabie und Khalid Alton aus dem Libanon nicken – wissbegierig nehmen sie jeden Tipp des Starkochs auf und schwingen weiter den Schneebesen. Auf der anderen Seite der Arbeitsplatte steht ein Kamerateam aus Berlin. Die Fernsehleute drehen im „Portofino“ eine neue Folge für die Sendung „Rosins Restaurants“, die auf Kabel eins ausgestrahlt wird. Für das Restaurant von Inhaber „Mimo“ Moselhy bedeuten die Veränderungen einen völligen Neustart.

Montag, 10.09.2012, 18:30 Uhr

Moselhy ist Ägypter und kam 1990 nach Deutschland. „Mein Traum war immer ein großes Restaurant mit mediterranen Spezialitäten“, sagt der 53-Jährige. 2010 wurde er an der Avia-Tankstelle in Gescher fündig und investierte 80 000 Euro in den Umbau. Doch von Beginn an kamen zu wenig Gäste. Noch schwieriger wurde es, als seine Exfrau Christal starb, die sich immer um die Buchhaltung gekümmert hatte. „So kann es nicht weitergehen“, weiß Moselhy um den drohenden Ruin. Seine Tochter Jasmin und die beiden Bekannten Ute Hüttmann und Samia Ismailat haben die Initiative ergriffen – und Sternekoch Frank Rosin um Hilfe gebeten.

Sechs (Dreh-)Tage war das Fernsehteam in Gescher. „Wir beginnen immer mit einem Testessen, bei dem Frank Rosin alles beobachtet, aber nicht eingreift“, erläutert Tobias Körner von Imago TV. Die Testesser benoten Drei-Gänge-Menü, Ambiente und Service – und werden zum Schluss noch einmal eingeladen, wenn Rosin „aufgeräumt“ hat.

Verbesserungsmöglichkeiten hat der Profi etliche entdeckt. „Hier standen 120 Gerichte auf der Karte – das ist viel zu viel, ein heilloses Durcheinander“, sagt der 46-Jährige. Fisch und Meeresfrüchte seien auch nicht das richtige Angebot für Leute, die nebenan gerade getankt hätten. Dennoch: „Aus der ungewöhnlichen Lage neben einer Tankstelle muss man mehr machen“, sagt Rosin. Da seien täglich hunderte Kunden vor der Tür, die man ansprechen müsse. Seine Idee: Schnelle italienische Küche, Gerichte zum Mitnehmen wie Pizza, Paninis oder Nudeln. Damit die Qualität stimmt, holte Rosin den Pizzabäcker-Weltmeister Umberto Napolitano – der zeigte den libanesischen Köchen, wie’s geht.

Natürlich hat Rosin an weiteren Stellschrauben gedreht, damit das Restaurant – künftig unter dem Namen „Tanko Mimo“ – eine Zukunft hat. Das reichte vom Koch-Coaching über Tipps für den Wareneinkauf bis zum veränderten Ambiente. „Ich habe hier tolle Menschen und ein herzliches Mitarbeiter-Chef-Verhältnis kennengelernt“, zollt Rosin Mimo und Co. ein dickes Lob. Nun drückt der Sternekoch beide Daumen, dass das neue Konzept Früchte trägt – und die Gäste ab sofort in großer Zahl kommen.

0 Ausgestrahlt wird die 90-minütige Sendung ab Dezember auf Kabel eins.

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