Patenschafts-Programm des Bundestages: Jonas Hovestadt lebt ein Jahr in Georgia
Vorfreude auf Alltag in USA

Gescher. In einem Atlas deutet Jonas Hovestadt mit dem Finger auf den südöstlichen Teil der USA: „Da geht’s hin“, grinst der 17-Jährige. Der kleine Ort Blythe in Georgia wird für elf Monate das Zuhause des Gescheraners. Wie es ihm dort ergeht, wird nicht nur seine Familie in Gescher gespannt verfolgen, sondern auch der CDU-Politiker Johannes Röring. Jonas Hovestadt nimmt nämlich am Parlamentarischen Patenschafts-Programm (PPP) des Deutschen Bundestages teil und wird vom heimischen Abgeordneten als Pate betreut. Am 28. Juli beginnt das große Abenteuer: „Ich freue mich riesig“, strahlt der junge Gescheraner.

Mittwoch, 10.07.2013, 19:28 Uhr

Seit den 80er Jahren gibt es den beidseitigen Jugendaustausch zwischen den USA und Deutschland. Die Schüler und Studenten leben in der Regel in Gastfamilien und lernen den Alltag und die andere Kultur mit all ihren Facetten kennen. „Die jungen Menschen sind Botschafter ihres Landes“, fasst Röring zusammen. Betreut würden die Stipendiaten von einer erfahrenen Austauschorganisation.

Zu verdanken hat Jonas Hovestadt seinen USA-Trip seiner ehemaligen Englischlehrerin an der Realschule. „Die hat Flyer über das PPP verteilt. Daraufhin habe ich mich beworben“, berichtet Jonas, der 2012 seinen Realschulabschluss gemacht hat und jetzt die Höhere Handelsschule besucht. Erfolgreich kämpfte er sich durch das Auswahlverfahren und überzeugte dabei nicht nur mit guten Zeugnisnoten und Sprachkenntnissen. „Jonas war der Beste“, sagte Röring, der am Ende des Verfahrens die Qual der Wahl unter mehreren guten Kandidaten hatte. Als der Bescheid kam, war die Freude riesengroß – auch in der Familie. „Wir sehen das natürlich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Aber das ist schon eine Riesenchance“, weiß Mutter Elke.

Per E-Mail hält Jonas schon jetzt Kontakt zu seiner Gastfamilie im 1200-Einwohner-Ort Blythe. „Die sind nett“, hat er festgestellt und freut sich besonders auf seine vier Gastgeschwister, drei Mädchen und ein Junge. Die Highschool, die der Deutsche besuchen wird, ist etwa 20 Busminuten entfernt im nächsten Ort.

Auf Besuche von Familienmitgliedern oder Freunden aus der Heimat braucht Jonas nicht zu zählen. „Das ist nicht erwünscht“, weiß der 17-Jährige – weil andere Stipendiaten bei solchen Anlässen schon mal Heimweh bekommen hätten. Und weil man sich ganz auf das neue Land einlassen soll. Genau das hat Jonas Hovestadt vor – und freut sich riesig auf den „american way of life“.

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