Vor der Trauerhalle soll alles beim Alten bleiben / Friedhofswege sanieren
Schirm statt Unterstand

Gescher (js). Gleich zweimal befasst sich der Bau- und Planungsausschuss in seiner kommenden Sitzung (21. 5.) mit dem Thema Friedhof. Geprüft hat die Verwaltung die Errichtung einer Unterstellmöglichkeit vor der Trauerhalle. Bei geschätzten Kosten von 12 000 Euro schlägt die Verwaltung vor, auf diese Verbesserung zu verzichten. Handlungsbedarf sieht man im Rathaus dagegen bei den Betonplattenwegen im nördlichen Bereich des Friedhofes: Hier sollen in den Jahren 2015 bis 2018 jeweils 10 000 Euro für Sanierungen ausgegeben werden. Diese Kosten würden allerdings auf die Gebührenzahler umgelegt.

Dienstag, 13.05.2014, 18:42 Uhr

Schon mehrfach ist der Wunsch nach einer Unterstellmöglichkeit vor der Trauerhalle geäußert geworden. Laut Verwaltung ist bei Beerdigungen in Gescher üblicherweise mit einer Besucherzahl von 80 bis 100 Personen zu rechnen. Die Trauerhalle verfüge über 60 Plätze, sei aber oft nicht vollständig ausgelastet. Somit warteten auf dem Vorplatz in der Regel 40 bis 60 Personen. Die Errichtung eines Unterstandes, so das Rechercheergebnis der Verwaltung, würde bei einer vertretbaren Größe bis zu 25 Personen Platz bieten. Von einer Realisierung wird jedoch abgeraten. Die Verwaltung verweist darauf, dass die Aufenthaltsdauer vor der Trauerhalle etwa 15 bis 20 Minuten betrage. Bei regnerischer Witterung führten die Trauergäste in der Regel einen Schirm mit sich. Fazit der Verwaltung: „Die Kosten in Höhe von 12 000 Euro für den Bau einer Unterstellmöglichkeit stehen in keiner angemessenen Relation zum angestrebten Ziel der 15- bis 20-minütigen trockenen Unterstellmöglichkeit.“

Sehr uneben sind die mit Betonplatten ausgelegten Wege auf dem Friedhof, insbesondere im nördlichen Teil. Als Abhilfe schlägt die Verwaltung vor, die alten Platten aufzunehmen, die Wege neu zu verfüllen und dann eine wassergebundene Decke aufzubringen. Die Gesamtkosten von 40 000 Euro sollen auf vier Haushaltsjahre ab 2015 verteilt werden. Zur Kasse gebeten würden die Gebührenzahler: Das Nutzungsrecht für ein Reihengrab würde sich um etwa 84 Euro verteuern, für ein Urnengrab machte die Erhöhung 28 Euro aus.

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