Galasitzung im Saal Tenbrock / Sitzungsleiter verabschiedet sich vom Staffelstab/ Karnevalistische Hochkaräter
Karneval mit Abschiedsschmerz

Gescher. „Wir machen Trennkost – Mein Günni isst im Wohnzimmer und ich in der Küche“: Enttäuscht von Diäten ist sich die „schönste Frau im Karneval“ alias Walburga Schlüter sicher, eine solche nicht mehr machen zu wollen. Mit viel Wortwitz begeisterten die Comedy-Stars bei der Galasitzung der Gescheraner Karnevalisten im Saal Tenbrock ihr närrisches Publikum. Hochkaräter aus den eigenen Reihen zeigten dabei eine ganze Bandbreite des karnevalistischen Narrentums.

Montag, 14.11.2016, 10:26 Uhr

Galasitzung im Saal Tenbrock / Sitzungsleiter verabschiedet sich vom Staffelstab/ Karnevalistische Hochkaräter : Karneval mit Abschiedsschmerz
10 Jahre Berkelpinnchen. Ein Querschnitt an Kostümen und Tanzdarbietungen der letzten 10 Jahre brachte die Stimmung im Saal zum Höhepunkt der karnevalistischen Freude. Fotos: André Nitsche Foto: az

Dabei präsentierte sich Joachim „Stroti“ Strotmann als sonst „schärfste Zunge“ des Glockenstadtkarnevals in diesem Jahr glattweg stumm, um mit pantomimischer Mitmach-Comedy auch ohne Stimme die Lachmuskeln der anwesenden Jecken erneut zu beanspruchen - energisch beim Töpfern à la „Nachricht von Sam“ und beim „Bauarbeiter-Striptease“ trieb „Stroti“ den Anwesenden vor Lachen teils Tränen in die Augen. Zuvor hatte Student Jannes Blesenkemper aus seinem schweren Studentenleben berichtet. Der Youngstar klagte über eine Menge Schlaf am Morgen, am Mittag und in den Vorlesungen genauso wie ein letztes Bier im Kühlschrank oder dem Nicht-Spülen des Geschirrs. „Studieren ist wie Schlittenfahren ohne Schlitten, ohne Schnee und ohne Spaß - bergab geht es trotzdem mit Vollgas“ - holte sich der angehende Akademiker das Mitleid der jeckischen Gemeinde. Prinz Michael I. Beuker freute sich, zahlreiche Künstler neben den Gästen im proppevollen Saal begrüßen zu können.

Galasitzung der Gescheraner Karnevalisten

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Comedian Klaus Renzel war einer der ersten Höhepunkte des Abends und mit dem Programm aus „Renzel und Gretel“ musste gleich mancher aus dem Publikum mit einsteigen. „Punker“ Frank Hensel zeigte dabei auf der Bühne große Begeisterung und holte sich manch Sonderapplaus bei der rockigen Einlage mit Renzel, der daraufhin Anneliese Wies Avancen machte und mit spanischen Rhythmen versuchte, ihr Herz zu erobern.

„Manni! Manni! Manni!“, schallen die Rufe der Berkelstadtnarren durch den Saal, denn nicht nur Lachtränen sollten an diesem Abend fließen. Sitzungspräsident Manni Wies sorgte für einen besonders emotionalen Moment, als er zu Beginn mitteilte, nach elf Jahren Sitzungsleitung den Staffelstab an das Nachfolgerteam Jens Nienhaus und Theo Heisterkamp weiter geben zu wollen. „Man soll aufhören wenn es am schönsten ist. Nicht wie in meinem letzten Spiel als Torhüter beim FC Estern - da kassierte ich glatt dreizehn Gegentore.“ - Auch wenn Wies zunächst behaupten konnte, sich im Griff zu haben „wie nie“ wäre diese Aussage bei der dann folgenden karnevalistischen Ehrenhymne von „Vokal Total“ einer Revision würdig. Stehende Ovationen und nicht enden wollender Jubel zeugten dabei von der außergewöhnlichen Beliebtheit des Prinzen von 2001. Mit Tanzdarbietungen von Jugendtanzgarde, Prinzengarde, den Tanzmariechen, Tornangels und den Berkelpinnchen kam die passende Stimmung schnell auf. Spätestens als die „BeckSti Girls“ mit Gesang klarmachten, dass Männer mit dem Ausruf „Deunda“ und vielleicht gar Schalke-Schal nicht in Frage kommen, gab es kaum ein Halten bevor die „roten Socken“ als „rote Säcke“ wegen Ess- und Trinksucht in der Anstalt therapiert wurden und damit den närrischen Schlusspunkt setzten.

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