Viele bummeln bei Winterwetter durch die City / Händler zufrieden / Nachdenken über Standort
Klönen bei Glühwein ist angesagt

Gescher (sk). Wenn Lichterglanz erstrahlt und der Duft von Glühwein und Lebkuchen durch die Innenstadt zieht, dann ist Gescher Anziehungspunkt für viele, die sich auf die Weihnachtszeit einstimmen möchten. Drei Tage lang lud die Glockenstadt zum Weihnachtsmarkt ein und lockte Einheimische und Auswärtige an. Bei trocken-kaltem Wetter gab es wieder viel zu sehen, zu kaufen und zu erleben.

Sonntag, 27.11.2016, 17:59 Uhr

Viele bummeln bei Winterwetter durch die City / Händler zufrieden / Nachdenken über Standort : Klönen bei Glühwein ist angesagt
Der Musikzug-Nachwuchs brachte weihnachtliche Klänge zu Gehör. Foto: az

Geschmückte Tannenbäume und passende Beleuchtung vermittelten eine adventliche Stimmung in der City. Dabei war das Angebot angemessen und bestätigte den vor Jahren eingeleiteten Trend weg von Krammarkt-Artikeln, hin zu weihnachtlichem Flair. Dazu erfuhr der Markt in diesem Jahr eine wesentliche Verkleinerung, waren doch in der Armlandstraße keine Händler zu finden. So war viel handwerkliche Kunst, vom Adventskranz über selbstgemachte Kerzen bis zu Weihnachtskrippen, zu finden.

Unzählige Kinderhände hatte der Weihnachtsmann zu schütteln, der im Wunschzettelwald am Hauskamp zu finden war. Ein aufmunterndes Wort hatte der „Heilige Mann“ für jedes Kind parat, ebenso wie eine Mandarine, die er den Kleinen überreichte. Zudem hatten die Kinder die Möglichkeit, die oftmals liebevoll gestalteten Wunschzettel bei ihm abzugeben. Der Clou dabei: Ein Wunsch wird tatsächlich vom organisierenden Stadtmarketing erfüllt.

Aus tierschutzrechtlichen Gründen verzichtete man in diesem Jahr auf die „lebendige Krippe“ der früheren Jahre, doch war im Schatten der Kirche zumindest eine lebensgroße Krippenlandschaft zu finden. Die schwarzen Figuren fanden nicht nur bei den kleinen Besuchern wenig Anklang. „Die ist ja nur hässlich“, kommentierte ein Mädchen. Moniert wurde von vielen Besuchern aber auch, dass der Markt „künstlich in die Länge gezogen ist“. Nicht wenige regten an, den Markt im Bereich Hofstraße/Rathausplatz zu konzentrieren.

Besonders in den frühen Abendstunden erfuhr der Markt einen großen Besucherandrang. Ziel waren eindeutig die von Vereinen und Verbänden organisierten Glühweinstände. „Man trifft sich bei Glühwein und Waffeln, um miteinander zu klönen“, hieß es. Doch die Besucher kamen nicht nur aus Gescher, sondern auch aus der näheren und weiteren Umgebung. Selbst aus den Niederlanden war eine Gesellschaft mit dem Bus in die Glockenstadt gereist.

Um Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen, hatte sich der Musikzug mächtig ins Zeug gelegt. Das Jugend-, Einsteiger- und das Blockflötenorchester gaben Kostproben ihres Könnens. Für viele Jugendliche und Kinder war es der erste öffentliche Auftritt – sie freuten sich über viel Applaus.

Recht zufrieden zeigte sich Stadtmarketing-Geschäftsführer Franz van Üüm. Das Angebot habe überzeugt, doch hätte die Besucherzahl etwas höher ausfallen dürfen. Die Standortfrage müsse nochmals überdacht werden. Das Gesamtkonzept sei jedoch stimmig, seien doch die meisten Händler und Geschäftsleute mit dem Verlauf des Events zufrieden.

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