Ausschuss für Generationen folgt Vorschlag der Verwaltung / Videoüberwachung soll ertüchtigt werden
Vandalismus im Freibad mit Bußgeld ahnden

Gescher (wr). Das Freibad schlägt hohe Wellen. Selbst im Winter. Was tun gegen Vandalismus? Was tun, damit Einzelne nicht mehr widerrechtlich auf das Freibadgelände vordringen und bei nächtlichen Besuchen nicht nur Lärm machen, sondern auch „grobe Verschmutzungen und Beschädigungen“ im Bad hinterlassen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Ausschuss für Generationen am Donnerstagabend. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, in solchen Fällen ein Bußgeld von 50 Euro zu erheben. In der Vergangenheit sei konsequent Strafanzeige gegen die ermittelten volljährigen Besucher gestellt worden. In der Regel würden die Verfahren gegen geringe Auflagen eingestellt. Eine Ahndung bei Minderjährigen erfolge durch Freidbadsperren oder freiwillige Dienste, hatte die Verwaltung erläutert. Von dem zusätzlichen Bußgeld verspricht sie sich „einen höheren Abschreckungsgrad.“

Sonntag, 04.12.2016, 17:39 Uhr

Ausschuss für Generationen folgt Vorschlag der Verwaltung / Videoüberwachung soll ertüchtigt werden : Vandalismus im Freibad mit Bußgeld ahnden
So sauber und taufrisch sollte das Freibad immer sein, wünscht nicht nur Schwimmmeister Hermann Berlemann. Die Stadt sagt Vandalismus den Kampf an. Foto: Archiv

Darüber hinaus will die Stadt mit Videoüberwachung und Wachdienst die unliebsamen Zwischenfälle verhindern helfen. Was das kosten werde, wollte Matthias Homann (UWG) wissen. Die rund sieben Jahre alte Videoanlage werde jetzt ertüchtigt und mit neuen Kameras ausgestattet. Die 3500 Euro für diese Maßnahme stünden im Etat 2016 bereit, antwortete Verwaltungsmitarbeiter Jochen Inkmann. Kosten für den Wachdienst an bestimmten Tagen und Wochenenden (wie Schützenfest) veranschlagt Inkmann mit 1000 Euro im Jahr.

Hier gehe es um Beweisführung, betonte Bürgermeister Thomas Kerkhoff. „Wir müssen nachweisen können, wer es war.“ Kerkhoff: „Wenn man Strafrecht ernst nimmt, muss Beweisführung möglich sein.“

Hildegard Kowollik (UWG) erschien das Bußgeld zu gering. Sie plädierte für 250 Euro: „50 Euro: Da lachen die“, so die Politikerin. Inkmann wies darauf hin, dass ein Bußgeld im Verhältnis zur Tat stehen müsse. Zum Vergleich: Für Schwarzfahren würden 60 Euro angesetzt.

Der Ausschuss folgte schließlich dem Verwaltungsvorschlag, die Haus- und Badeordnung entsprechend zu verändern. „Wir setzen auf die Symbolik der Maßnahme, warnen aber vor einer Kriminalisierung von einigen Jugendlichen“, hatte CDU-Fraktionssprecher Egbert Kock zuvor noch betont.

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