Hunderte gehen beim Umzug mit / Nikolaus lobt Gescheraner für Patenkind-Unterstützung
„Lasst uns froh und munter sein“

Gescher. Kasper bleibt cool, als der Nikolaus seine Kutsche verlässt und auf ihn zukommt. Auf den Arm nehmen? Kein Problem, obwohl Knecht Ruprecht direkt daneben steht. Ob er Angst hat? „Nö“, behauptet der Sechsjährige. Minuten später reiht er sich in den Umzug ein, der vom Rathaus durch die Stadt zum Pankratius-Schulhof führt. Fackelträger der Feuerwehr und das Jugendorchester des Musikzuges setzen optische und akustische Akzente.

Dienstag, 06.12.2016, 09:04 Uhr

Hunderte gehen beim Umzug mit / Nikolaus lobt Gescheraner für Patenkind-Unterstützung : „Lasst uns froh und munter sein“
Kasper (6) ließ sich vom Nikolaus sogar auf den Arm nehmen. Fotos: Jürgen Schroer Foto: az

„Ich hoffe, dass viele eurer Wünsche in Erfüllung gehen“, sagte der Nikolaus mit Blick auf Weihnachten. Aber nicht die Geschenke seien das Wichtigste im Leben, sondern die Familie, Eltern, Geschwister, Oma, Opa und Freunde. „Ihr in Gescher macht das richtig gut und habt eure Mitmenschen nicht vergessen“, lobte der heilige Mann. Dazu passt die Unterstützung für das 10-jährige Patenkind Ndiana Faye, der in einem Dorf im Senegal lebt. Bei der Sammlung und durch weitere Spenden sei im Vorjahr der „tolle Betrag“ von 524,14 Euro zusammengekommen. „Mit diesem Geld habt ihr alle den Schulbesuch eures Patenkindes für ein Jahr gesichert“, rief St. Nikolaus der Menschenmenge zu.

Zusätzlich konnte die Familie mit dem Geld aus Gescher beim Kauf von Nahrungsmitteln und Kleidung unterstützt werden. Und für die Schulklasse von Ndiana gab es Buntstifte, Malblöcke und Süßigkeiten. Mit diesen guten Nachrichten verband der Nikolaus einen Appell: „Helft mit, dass Ndiana und die Familie jeden Tag satt zu essen haben und euer Patenkind auch weiterhin die Schule besuchen kann!“ Manche Münze klimperte später in die Sammeldosen, die nach der Ansprache durch die Reihen gingen.

Dann wurde gesungen. „Lasst uns froh und munter sein“ und „Wir sagen Euch an den lieben Advent“ erklang es vielstimmig auf dem Schulhof. Zwischendurch trauten sich auch mehrere Kinder aufs Podest und trugen kurze Gedichte oder Lieder vor. Höhepunkt zum Abschluss des Umzuges war die Ausgabe der Stutenkerle an alle Kinder. Nicht wenige begleiteten Nikolaus und Ruprecht anschließend zum Museumshof, wo der Adventskalender zum gemütlichen Ausklang einlud. Und der eine oder andere nahm zusätzlich zum Stutenkerl noch einen Tombola-Gewinn mit nach Hause.

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