Gibt es Kauf- oder Mietinteressenten? Das will die Stadtverwaltung jetzt erkunden
Kutschenmuseum geht an den Markt

Gescher. Am Markt erkunden will die Stadtverwaltung Gescher, ob es Kauf- oder Mietinteressenten für das Alte Kutschenmuseum gibt.

Donnerstag, 03.08.2017, 15:26 Uhr

Gibt es Kauf- oder Mietinteressenten? Das will die Stadtverwaltung jetzt erkunden : Kutschenmuseum geht an den Markt
Das Kutschenmuseum könnte verkauft oder vermietet werden. Die Stadtverwaltung will diese Möglichkeiten jetzt am Markt erkunden. Vorbei dann die Zeiten, da das heimelige Museum Raum gab für kulturelle Veranstaltungen aller Art vom Vortrag bis zur Autorenlesung (kleine Fotos), Konzerte oder Ausstellungen. Fotos: wr (1)/ Archiv Foto: az

„Wir werden jedoch stets für Kultur(veranstaltungen) Möglichkeiten finden“, betonte Bürgermeister Thomas Kerkhoff auf Nachfrage unserer Zeitung.

Das Gebäude verursache jährlich Bewirtschaftungs- und Instandhaltungskosten von insgesamt rund 8500 Euro. Zudem müssten in der Zukunft weitere bauliche Investitionen gestemmt werden, um die Gebäudesubstanz zu erhalten.

Gleichzeitig sei vor dem Hintergrund der Auslastung der Liegenschaft aber auch zu diskutieren, ob die Stadt Gescher dauerhaft mehrere Räume für kulturelle Ereignisse vorhalten kann.

„Vor diesem Hintergrund würde die Verwaltung eher eine Ertüchtigung des Theater- und Konzertsaals als zentraler Standort für kulturelle Veranstaltungen favorisieren“, so Bürgermeister Thomas Kerkhoff.

Im Rahmen der weiteren Beratungen habe der Haupt- und Beschwerdeausschuss in seiner Sitzung im Mai beschlossen, einen öffentlichen Aufruf zu starten, um auszuloten, ob es Interessierte für den Kauf oder die Anmietung des Alten Kutschenmuseums gibt. Einige Anfragen hatte es schon aufgrund der Haushaltsdiskussion gegeben. Die notwendigen Daten hat nun die Verwaltung zusammengetragen, um Erkundungen am Markt zu starten. „Wir bieten die Immobilien nun erst einmal freibleibend an, um dieses Interesse auszuloten“, so Kerkhoff.

„Dies ist aber kein endgültiges Signal für einen Verkauf. Dieses Votum kann der Rat nur auf Basis der Kenntnis einer möglichen Nachnutzung treffen“, betonte der Bürgermeister weiter. Klar ist für die Stadt aber, dass es an dieser Stelle keine Wohnentwicklung oder eine die Schule beeinträchtigende Nutzung geben kann.

Interessierte können ihr Gebot unter Angabe eines Kaufpreises bzw. Mietzinses und -dauer bis zum 25. August bei der Stadtverwaltung Gescher einreichen. Gleichzeitig mit dem Gebot ist ein mögliches Nutzungskonzept bzw. eine künftige Zweckbestimmung darzustellen.

| Lesen Sie den ausführlichen Bericht und Kommentar am Freitag in der Printausgabe unserer Zeitung

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