Großer Besucherandrang am Tag der offenen Tür im Marienquartier / „Gebäude bleibt Heimat für viele“
„Emotionales Herzstück der Stadt“

Gescher. Mit diesem Andrang hatte Ruth Orthaus-Echterhage, Gästebetreuerin von Eco.Plan, nicht gerechnet.

Sonntag, 03.09.2017, 17:50 Uhr

Großer Besucherandrang am Tag der offenen Tür im Marienquartier / „Gebäude bleibt Heimat für viele“ : „Emotionales Herzstück der Stadt“
Gruppenbild mit Dame (v.l.) Matthias Brinkmann von der Caritas, Ruth Orthaus-Echterhage, Eco.Plan,- Peter Bastian, Architekt, Uwe Kleppel, Geschäftsführer der VR Südwestment, Christoph Schütte, Immobilienexperte der VR Südwestment, Pastor Hendrik Benning, Manfred Höne von Eco.Plan, Bürgermeister Thomas Kerkhoff, Landtagsabgeordneter Wilhelm Korth Foto: az

Dicht an dicht schoben sich die Besuchermassen am Tag der offenen Tür durch das Marien-Quartier und die umgebaute, ehemalige Marienkirche. Das ist aber eine schöne Aussicht“, war auf dem Balkon am Gemeinschaftsraum im ersten Obergeschoss zu hören. Hier ein Rundbogen, dort ein farbig verglastes Fenster, dort ein gerundeter Säulenschaft waren die sichtbar gelassenen Fragmente, die von der früheren kirchlichen Bestimmung zeugten.

Manfred Höne, Geschäftsführer von Eco.Plan, ließ in seiner Begrüßungsrede den Weg von der Kirche hin zur Wohn- und Lebensstätte für Senioren Revue passieren. Der Start war vor drei Jahren im Jahr der Fußballweltmeisterschaft. „Deutschland wurde Weltmeister. Wir haben mit der Caritas einen weltmeisterlichen Partner gefunden“, lobte Höne. In den Händen von Eco.Plan liegen die Objektverwaltung und die Vermietung.

Der erste Spatenstich erfolgte am 22. März 2015. Ein Erbrechtsvertrag wurde mit der Kirche geschlossen, die Besitzer des Geländes bleibt. Ohne den Mitinvestor, die VR Südwestment, und den Architekten Peter Bastian, ohne Helfer, Förderer, Firmen und Handwerker wäre das Projekt nicht zu stemmen gewesen. Sein Dank galt auch den ehrenamtlichen Helfern, die den Tag der offenen Tür zum Wohlfühl-Erlebnis gestalteten.

„Das hier ist ein emotionales Herzstück der Stadt. 2010 begann die Diskussion um die Neunutzung des Gebäudes“, erinnerte Bürgermeister Thomas Kerkhoff an die mentalen Anfänge der Umgestaltung. Positiv wertete er die Möglichkeit, in der Innenstadt zu wohnen, kurze Versorgungswege auch zu Dienstleistungen zu haben.

Pastor Hendrik Wenning beschrieb den Verzicht auf das Gebäude als Kirche ebenfalls als einen schweren Schritt. „Beten kann man demnächst in der Kapelle im Turm, die noch eingerichtet wird. Die Größe des Christentums besteht darin, dass wir nicht nur Gottesdienste feiern, sondern Gott lieben und für den Nächsten da sind. Das haben wir alles an diesem Platz“, machte er Mut zu einer neuen Sicht auf das Gelände, das nun „Marien-Quartier heißt.

Matthias Brinkmann, Dekanatsleiter der Caritas, toppte diesen Mut zur neuen Sicht noch: „Dieses Gebäude war Heimat für viele und es bleibt Heimat für viele. Es ist keine Pflegeeinrichtung, sondern ein ambulantes Angebot für Senioren.“

Dieses vielfältige Angebot lernten die zahlreichen Besucher am Tag der offenen Tür kennen. In den noch leeren Wohnungen konnten sie nicht nur die Räume besichtigen, sondern Grundrisspläne studieren und viele Informationen sammeln.

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