Gescher
Mehr Platz für Anlieferer auf dem Wertstoffhof in Estern

Gescher (js). Seit Anfang Januar können auch die Gescheraner Sperrmüll und Garten- und Grünabfälle kostenlos am Wertstoffhof der Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland (EGW) in Estern abgeben. „Das wird schon gut angenommen“, so Abfallberater Kay Backeshoff. Künftig wird der Service für Anlieferer noch besser: Die EGW legt die bislang getrennten Wertstoffhöfe für Velen und Gescher/Kreis zusammen und vergrößert die Gesamtfläche von 3000 auf 4500 Quadratmeter. Lästiges Rangieren und Drehen vor den Schüttboxen entfällt, künftig besteht hier eine Rundfahrtmöglichkeit.

Freitag, 09.03.2018, 23:36 Uhr

Gescher: Mehr Platz für Anlieferer auf dem Wertstoffhof in Estern
Erläutern den Umbau des Wertstoffhofes in Estern (v.l.): Herbert Wienen (Betriebsleiter der EGW-Wertstoffhöfe), Simone Werk (Öffentlichkeitsarbeit EGW) und Bauleiter Wolfgang Becks. Foto: Jürgen Schroer

Die Bauarbeiten laufen seit Mitte Februar. „Zurzeit erstellen wir das Planum“, erläutert Bauleiter Wolfgang Becks. Die gesamte Fläche wird asphaltiert, die großen Schüttboxen für Sperrmüll, Grünabfälle und Holz werden aus Betonstapelblöcken aufgebaut. Bis Ostern sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, hofft Becks. Knapp 100 000 Euro investiert die EGW in den Umbau des Wertstoffhofes. Kunden müssen in der Bauphase nur kleine Einschränkungen in Kauf nehmen. „Der Betrieb läuft weiter“, sagt Betriebsleiter Herbert Wienen.

In der Vergangenheit war es so, dass die Velener Sperrmüll und Grünabfälle in Estern kostenlos abgeben konnten, die Gescheraner nicht – hier sind diese Müllfraktionen bis 2017 abgeholt worden. Mit Nachteilen fürs Stadtbild und Wartezeiten bis zum nächsten Abholtermin. „Das ist nicht mehr zeitgemäß. Den Trend zum Bringsystem haben wir kreisweit“, erläutert Simone Werk von der EGW. Auch künftig wird es so sein, dass sich Anlieferer am Eingangshaus ausweisen müssen. Für die spätere Abrechnung wird erfasst, wie viele Bürger aus Velen und aus Gescher Müll angeliefert haben, sodass sich die Gesamtkosten entsprechend aufteilen lassen. Bestimmte Fraktionen bleiben kostenpflichtig: „Das gilt für Bauholz, Bauschutt, Baumischabfälle und Altreifen“, erläutert Backeshoff. Wichtiger Hinweis für Sperrmüll-Lieferanten: Nur Möbelholz ist kostenfrei, Bauholz generell nicht.

Wer keine Transportmöglichkeit hat, kann seinen Sperrmüll auch gegen eine Gebühr von 50 Euro von der EGW abholen lassen. Das wird aber selten genutzt: „Aus Gescher hatten wir seit Jahresanfang nur eine solche Anfrage“, so Wienen.

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