Gescher
Diskussion um Verkehrsführung am Schützenwäldchen

Gescher (fs). Die drängende Frage nach den Kosten, die die Anwohner vom Erlengrund, Theodor-Storm-Weg, Alter Feldmark und Lönsweg umtreibt, bleibt auch nach zwei Anliegerversammlungen und der Bauausschussitzung offen – eine Spanne zwischen 22 und 28 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche steht im Raum. „Ich bitte um Verständnis dafür, dass wir die konkreten Kosten für den Straßenausbau erst sagen können, wenn das Ergebnis der Ausschreibungen vorliegt“, erklärte Fachbereichsleiter Uwe Wißmann. Einstimmig beschloss der Ausschuss daher, die Entscheidung über den Straßenendausbau dem Rat am 14. November zu übertragen.

Donnerstag, 08.11.2018, 18:44 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 08.11.2018, 17:28 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 08.11.2018, 18:44 Uhr
Gescher: Diskussion um Verkehrsführung am Schützenwäldchen
Im Bereich des Schützenwäldchens gibt es zwei Optionen: Entweder verläuft der Fußweg durch den Wald (53 000 Euro) oder an der Straße entlang, wofür eine Stützmauer nötig wäre (130 000 Euro). Plan: Stadt Gescher Foto: az

Vorausgegangen war der Abstimmung ein Bürgerantrag, in dem aufgrund des geringen Zeitfensters zwischen Anliegerversammlungen und Ausschusssitzung sowie vieler offener Fragen gefordert worden war, die Punkte von der Tagesordnung abzusetzen. Weil ein solcher Antrag, wie Bürgermeister Thomas Kerkhoff in der Sitzung erklärte, aber nur Ausschussmitgliedern vorbehalten sei, leistete Nico Charbon (UWG) mit gleichem Antrag Schützenhilfe. Kerkhoff riet jedoch „dringend davon ab“, die Punkte abzusetzen, weil dann auch keine Vorstellung der Pläne möglich sei und „mit einer Realisierung des gesamten Ausbaus in 2019 nicht mehr zu rechnen ist“. Mit letztendlichem Beschluss gewinnen die Anwohner nun jedoch eine Woche Zeit, mögliche Einwände gegenüber der Planung noch zu äußern.

Albert Könning, zuständig für Verkehrsflächen und -anlagen, stellte die Pläne vor. So soll der Beginn des Erlengrunds mit Fortführung über die Alte Feldmark bis zur Schildarpstraße als asphaltierte Tempo-30-Zone deklariert werden. An der Abzweigung zur Alten Feldmark wird der Erlengrund gerade aus weiter zum gepflasterten verkehrsberuhigten Bereich. Die Beleuchtung wird überall auf LED umgerüstet. „Bei Grundstückszufahrten ist weitestgehend den Wünschen der Anlieger entsprochen worden“, erklärte Könning auf eine Anfrage von Claudia Saalmann (Grüne). Oft seien jedoch mehr Stellplätze gefordert worden, als es der Begegnungsverkehr zuließe. Aus diesem Grund könnten wegen der geringen Straßenbreite auch auf dem Theodor-Storm-Weg keine Parkbuchten realisiert werden. Der Lönsweg wird zur Einbahnstraße, weil die Anlieger für Stellplätze plädiert hätten.

Diskussionsbedarf zeigte sich vor allem bei der Verkehrsführung im Bereich Schützenwäldchen. Hier stellte Könning zwei Varianten vor. Die erste sieht einen Fußweg durch den Wald vor, kostet 53 000 Euro und muss von der Stadt voll getragen werden. Die zweite Variante führt Fußgänger an der Straße entlang. Hierfür wäre jedoch eine Stützmauer zum Graben nötig. Dafür kalkuliert die Stadt mit 130 000 Euro, die auf die Anlieger umgelegt werden können. Ob bei Variante 2 auch der Kreis Borken mitspiele, sei jedoch nicht sicher. Somit favorisiert die Verwaltung die erste Option. Viele Anlieger tendieren jedoch eher zu zweiter Variante, damit Kinder nicht im Dunkeln durch den Wald gehen müssten.

Eine Verrohrung des Gewässers, wie von Christian Wellering (SPD) angefragt, sei nicht möglich. Auch Wartebuchten bei Gegenverkehr zur Sicherheit der Fußgänger, wie Alfons Theseling (CDU) vorschlug, erteilte Könning wegen des zu langen Abschnitts eine Absage. Matthias Bergmann (UWG) bat, zu prüfen, ob der Graben nicht einen Meter weiter nach innen auszuheben sei. Claudia Knospe (SPD) erkundigte sich, ob der Weg durch den Wald beleuchtet und der Wald dann von der Straße aus einsehbar sei. Beides bejahte Könning.

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