Gescher
„Tabula rasa“ günstiger als Sanierung

Gescher. Von einem „unbefriedigenden Zustand“ sprach Verwaltungsmitarbeiter Albert Könning in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses mit Blick auf den Parkplatz an der Elionore-Stein-Straße und das letzte Teilstück des Heckenpättkens. Einstimmig beschloss der Ausschuss jedoch, die Entscheidung über die Pläne dem Rat in der kommenden Woche zu übertragen, da nur ein Tag zwischen Anliegerversammlung und Ausschusssitzung lag.

Samstag, 10.11.2018, 06:26 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 09.11.2018, 15:23 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Samstag, 10.11.2018, 06:26 Uhr
Gescher: „Tabula rasa“ günstiger als Sanierung
Der Parkplatz an der Elionore-Stein-Straße soll komplett neu gemacht werden. Ein Grüngürtel in der Mitte soll aber bleiben. Plan: Stadt Gescher Foto: az

„Beim Heckenpättken ist es uns nicht geglückt, alle Anlieger mit ins Boot zu holen“, gestand Könning. Damit ist der Ausbau vorerst wohl hinfällig. Bleibt noch der Parkplatz übrig. Hier sei einmal „Tabula rasa“, sprich ein Neubau, günstiger als eine Sanierung. Die Rückstellungen in Höhe von 200 000 Euro sollten hierfür ausreichen, es könne laut Könning aber durchaus günstiger werden.

Das Bodengutachten habe bestätigt, dass das Material (normaler Schotter) wieder eingebaut werden könne. Ein Grüngürtel in der Mitte soll der Abschattung wegen bleiben. Zusätzlich sieht die Planung einen Behinderteparkplatz und zwei Ladesäulen für Elektroautos vor. Durch eine versenkbare Abpollerung soll die Durchfahrt Richtung Katharinenstraße verhindert werden.

Claudia Saalmann (Grüne) wollte wissen, ob der Parkplatz durch die Bautätigkeit vor Ort noch mehr gelitten habe. „Dann müsste man auch die Bauträger dafür heranziehen.“ Denen könne man die Kosten jedoch nicht anlasten, so Könning. Fritz Leppkes (CDU) fragte nach, ob die Parkplätze an die Größe heutiger Autos angepasst wurden – dies bejahte Könning – und ob man über eine Parkmöglichkeit für Wohnmobile nachgedacht habe. Bürgermeister Thomas Kerkhoff entgegnete, dass man diese Thematik zunächst mit den Anwohnern besprechen müsse.

Zur Beleuchtung werden LED-Laternen errichtet und als Bepflanzung sind hochstämmige Laubbäume vorgesehen. Diese hätten aber nicht direkt die gleiche Größe wie die zurzeit vorhandenen, antwortete Albert Könning auf die Nachfrage von Angelika Dapper-Schneider (Grüne).

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