Gescher
„Das Wichtigste im Leben...“

Gescher. „Frederik, der findet das super“, sagt seine Mama. Und schwups, findet sich der Knirps auf den Armen von St. Nikolaus wieder. Noch mutiger ist Amelie, die sich sogar von Knecht Ruprecht hochheben lässt. Nur später, als die Anspannung weicht, verdrückt die Kleine ein paar Tränchen.

Mittwoch, 05.12.2018, 19:01 Uhr aktualisiert: 06.12.2018, 06:58 Uhr
Gescher: „Das Wichtigste im Leben...“
Am Mittwochabend auf der Hofstraße am Rathaus: Auf den Armen von St. Nikolaus fühlt sich Klein-Frederik ganz wohl. Und Amelie hat nicht einmal Angst vor Knecht Ruprecht. Fotos: wr Foto: az

Nicht nur Frederik und Amelie sind aufgeregt, als sie am Mittwochabend am Rathaus auf den heiligen Mann warten. Der begrüßt die Kinderscharen und nimmt, gemeinsam mit Knecht Ruprecht und der stellvertretenden Bürgermeisterin Beate Heimann, in der Kutsche Platz. Wenig später rollt diese durch Geschers Innenstadt zur Pankratius-Grundschule, gefolgt von (nach Schätzung der Feuerwehr) rund 400 Kindern und Erwachsenen und unter den Klängen des Musikzuges.

Auf dem Schulhof besteigt St. Nikolaus ein Podest und schreibt den jungen und älteren Besuchern ins Stammbuch, was das Wichtigste im Leben ist: „Eure Familien und eure Freunde.“ In Gescher, lobt St. Nikolaus (Elmar Rotherm), habe man die Mitmenschen nicht vergessen. So hätten die Kinder beim Umzug im Jahr zuvor 423 Euro für das zwölfjährige Patenkind Ndiana Faye im Senegal zusammengebracht. So sei der Schulbesuch des Kindes für ein Jahr gesichert. Damit das so bleibt, gehen die Sammelbüchsen auch am Mittwochabend herum. Denn im Frühjahr wolle man für Ndianas Schulklasse und Familie wieder Pakete mit Kleidung und Malutensilien schicken, sagt St. Nikolaus.

Und dann sind die Kinder am Zuge und dürfen dem himmlischen Besucher Lieder und Gedichte vortragen. Emilie (7) zum Beispiel begrüßt den „guten alten Nikolaus“ frei heraus mit lauter klarer Stimme. Lena lädt ihn zum Besuch ein, „an dir liegt uns viel mehr, wir freuen uns gar sehr...“ Und Anjeschka möchte dem heiligen Mann am liebsten „ein Tässchen Kaffee anbieten“, was dieser „nicht schlecht findet.“ Da setzt Regen ein und beschleunigt den Sturm auf die beliebten Stutenkerle.

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