Gescher
„Tommi“ sorgt fürs Golden Goal

Gescher. „Bachgärten! Bachgärten!“, schallt es Sonntag immer wieder durch die Halle, als es im Finale der Stadtmeisterschaften im Hallenfußball zum Aufeinandertreffen von Brand Dyck und An den Bachgärten kommt. Die Fans der kinderreichen Nachbarschaft geben alles, aber die beiden nahezu gleichstarken Mannschaften lassen zunächst wenig vor den eigenen Toren zu. Die beiden größten Chancen des Endspiels lassen die Kicker vom Brand Dyck liegen. Gleich zweimal klatscht der Ball nach Siebenmeter und zuvor nach einem schnellen Konter ans Aluminium. „Mit diesem Schiedsrichter brauchen wir keinen Videobeweis“, hatte Hallensprecher Manni Wies den Spielleiter Daniel Gravermann angekündigt. Wohl auch aus Respekt vor solch einer Schirigröße blieb das Spiel aber trotz Siebenmeter sehr fair und beide Mannschaften konzentrierten sich auf Taktik und Ballzauber.

Montag, 07.01.2019, 18:04 Uhr aktualisiert: 08.01.2019, 16:50 Uhr
Gescher: „Tommi“ sorgt fürs Golden Goal
In Scharen strömten die Zuschauer zu den torreichen Spielen der Hallenstadtmeisterschaft und feuerten die Teams begeistert an. Foto: az

Spielerisch hatte die Partie keinen Sieger verdient und trotz Anfeuerung beider Seiten ging es in eine spannende Verlängerung. Ein Siebenmeter-Schießen wäre die Folge, falls kein Golden Goal fallen würde. Beide Mannschaften nahmen darum unter dem Beifall der Zuschauer volle Fahrt auf. Auf diese Weise kam es auf jeder Seite zwar in den ersten Sekunden direkt zu gefährlichen Torschüssen und gleich zu je einer Großchance mit Aluminium Nummer drei für den Brand Dyck – doch Tore blieben Fehlanzeige.

Dann ging es ganz schnell: Nach einem beherzten Angriff der Bachgärten-Kicker war es der Spieler mit Rückennummer 4, der Anhang und Mannschaftskollegen förmlich ausflippen ließ. Kurz nach seinem 1:0-Siegtreffer fand sich Thomas „Tommi“ Feldmann in einer Jubeltraube wieder.

Zunächst noch etwas ratlos und geknickt, aber schnell durch die Zuschauer und durch tröstende Worte von Wies aufgemuntert, wussten dann auch die Dribbelkünstler vom Brand Dyck ihren Vizemeister-Titel zu feiern. Den Pokal hatten beide Nachbarschaftsmannschaften zuvor noch nie in die Höhe recken dürfen. Das gehört bei „Bachgärtnern“ nun zur Vergangenheit.

„Gänsehaut pur. Heute werden Helden geboren, denn nicht nur im Ruhrgebiet, sondern auch in Gescher schlägt das Herz des Fußballs“, wusste Wies schon nach dem kleinen Finale die Zuschauer zu motivieren. Auch im Spiel um Platz drei ließen die Mannschaften von Achtern Wall und Zur Rauschenburg keinen Zweifel an ihrem Können aufkommen. Ein in den letzten Sekunden zwar noch arg ins Wanken geratenes knappes 3:2 reichte der Truppe vom Achtern Wall für den Sieg und für einen hart erkämpften dritten Platz. Da passte es bei so viel Spannung nur zu gut, dass zuvor die Tanzgruppen der Blauen Garde mit Vorführungen für Kurzweil neben dem Fußball gesorgt hatten.

Bester Torhüter des Turniers kann sich Denis Kloster (Brand Dyck) nennen. Freuen über den Titel des besten Turnierspielers durfte sich schlussendlich Jojo Dönnebrink (An den Bachgärten), der so gleich zweifach als Sieger hervorging. „Da hätte ich nie mit gerechnet“, freute sich der beliebte Fußballer.

Wies bedankte sich bei allen, die zum Gelingen des Turniers in seiner 29. Auflage beigetragen hatten, und machte den Anwesenden schon jetzt Lust auf mehr im nächsten Jahr.

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