Gescher
13 000 Gescheraner entscheiden mit

Gescher. Etwa 13 000 Gescheraner entscheiden mit, wer dem 9. Europäischen Parlament angehören wird. Die Wahl findet am Sonntag, 26. Mai, statt. Insgesamt sind in den 27 Mitgliedsstaaten rund 310 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, ihr Kreuz zu machen. In Gescher werden die Wahlbenachrichtigungskarten voraussichtlich nach Ostern versandt. Im Rathaus haben die Vorbereitungen längst begonnen. „Die ersten Bedarfsabfragen vom Kreis sind schon Anfang Dezember gekommen“, weiß Heike Twyhues. Bei ihr laufen die organisatorischen Fäden in Vertretung für einen erkrankten Mitarbeiter zusammen. „Als langjährige Hauptamtsleiterin in Heiden kennt sich Frau Twyhues mit dem Wahlgeschäft bestens aus“, freut sich Bürgermeister Thomas Kerkhoff über diese Vertretungslösung.

Mittwoch, 20.02.2019, 17:45 Uhr aktualisiert: 21.02.2019, 18:05 Uhr
Gescher: 13 000 Gescheraner entscheiden mit
Im Rathaus sind die Vorbereitungen für die Europawahl am 26. Mai angelaufen. Erste Beigeordnete Kerstin Uphues (v.l.), Wahlorganisatorin Heike Twyhues und Bürgermeister Thomas Kerkhoff hoffen, dass möglichst viele Gescheraner ihre Stimme abgeben. Foto: Jürgen Schroer

Neun Wahllokale wird es wieder geben. Die Standorte sind unverändert – in einem Fall gibt’s eine neue Bezeichnung. „Aus dem Wahllokal Don-Bosco-Schule wird das Wahllokal Gesamtschule“, so Erste Beigeordnete Kerstin Uphues. Außerdem werden drei Briefwahlvorstände eingerichtet. Die Verwaltung geht davon aus, dass etwa ein Drittel der Stimmen per Brief abgegeben wird. Zwischen 2000 und 2500 Wähler dürften sich für diesen Weg der Stimmabgabe entscheiden, vermutet Frau Twyhues. Weil für die Wahlabwicklung eine neue Software eingesetzt wird, hat es Ende Januar bereits eine erste „Testwahl“ gegeben. „Wir haben virtuelle Wahllokale eingerichtet und Schnellmeldungen an den Kreis eingegeben“, so Uphues. Die angenommene Wahlbeteiligung von 89 Prozent bei dieser Testwahl dürfte am 26. Mai nicht ganz erreicht werden... „Aber wir hoffen natürlich auf eine gute Wahlbeteiligung“, sagt Bürgermeister Thomas Kerkhoff. Das Beispiel „Brexit“ habe deutlich gemacht, wie wichtig das Thema Europa und Wählervoten seien. Die Möglichkeit der Briefwahl – auch online – sei so bequem, da gebe es eigentliche keine Entschuldigung fürs Nichtwählen.

Noch läuft die Frist für Wahlvorschläge, die der Bundeswahlleiter zu prüfen hat (bis 4. März). Erst danach können die Stimmzettel gedruckt werden. Bis zum 14. April wird das Wählerverzeichnis für Gescher erstellt. Wahlberechtigt sind alle Gescheraner und EU-Bürger ab 18 Jahre. Dieses Mindestalter gilt auch für die Wahlhelfer: 85 Personen werden benötigt, die in den Wahllokalen „sitzen“. Mitarbeiter der Stadt und aus anderen Behörden sind gefordert, aber auch Freiwillige dürfen sich melden, gerne per E-Mail an wahlamt@gescher.de. „Es gibt auch ein Erfrischungsgeld von 30 Euro“, so Twyhues. Inklusive des Personals im Rathaus werden etwa 100 Menschen im Einsatz sein, um das Wahlgeschäft zu erledigen. Mit den ersten Ergebnissen am Wahlabend rechnet die Verwaltung gegen 19 Uhr. Interessierte Bürger sind im Rathaus willkommen und werden per Aushang an Stellwänden informiert, ein „Wahlstudio“ wie an Kommunalwahlabenden ist aber nicht vorgesehen.

Zu den kleineren Rechtsänderungen, die für die Europawahl gelten, zählt ein striktes Film- und Fotografierverbot. In der Wahlkabine seinen Stimmzettel fotografieren und posten ist also nicht erlaubt. „Das ist jetzt gesetzlich klar geregelt“, erläutert Heike Twyhues.

Bei der letzten Europawahl (2014 in Verbindung mit der Kommunalwahl) lag die Wahlbeteiligung in Gescher bei 57,3 Prozent. Stärkste Kraft wurde die CDU (46,9 %) vor SPD (29,5 %), Grünen (9,8 %) und FDP (4,2 %). Die AfD holte 3,4 %, die Linke kam auf 2,1 %.

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