Gescher
Löwe spielen und Kekse backen

Gescher. In der Werkstatt „Rollenspiel“ ist was los. Maximilian hat sich als stolzer Löwe verkleidet. Auch Trudi hat einen Anzug gewählt, der sie stattlich daherkommen lässt. Jetzt greift sie vor dem Frisiertisch noch schnell zum Föhn, um den letzten Chic in ihr blondes Haar zu pusten. Zur selben Zeit sitzen im Bau- und Konstruktionsraum drei „Schukis“ (angehende Schulkinder) einträchtig am Reißbrett und versuchen sich an Skizzen. Die können sie später vielleicht umsetzen. Estelle, die Älteste der Schukis, schwärmt von der neuen Kita St. Pankratius. So viel könne man da in all den Werkstätten unternehmen. Und außerdem wolle man noch die Polizei und Feuerwehr besuchen und auch Kekse backen, erzählt sie lebhaft.

Donnerstag, 07.03.2019, 18:24 Uhr aktualisiert: 08.03.2019, 08:58 Uhr
Gescher: Löwe spielen und Kekse backen
Ein Herzstück der neuen Kita St. Pankratius: „Die Kinder lieben diese Turnhalle“, sagt Kita-Leiter Marcel Winking, hier mit Kollegin Madeleine Günther. Fotos: Helene Wentker Foto: az

„Ja“, greift Kita-Leiter Marcel Winking den Faden auf, die fünfzig Kinder seien nach dem Umzug in die Räume der neuen Kita bestens angekommen. Und für die zehn Mitarbeiterinnen gelte dasselbe. Rundum zufrieden äußern sich alle unisono.

Großzügige, lichtdurchflutete Räume bieten auf 200 Quadratmetern ein Spielparadies für die Kleinsten. Denn neben drei Gruppenräumen zum Ankommen locken die Kinder so genannte Werkstätten mit unterschiedlichen Angeboten zu Bewegung, Spiel und Kreativität: Ein Herzstück sei dabei die Turnhalle, die den Kleinen besonders im Winter Platz für Bewegung biete, sagt Winking. Darüber hinaus nennt er die Werkstatt Rollenspiel, das Atelier für kleine Maler und kreative Arbeiten sowie den Bau- und Konstruktionsraum, in denen sich die Kinder tummeln und ausprobieren dürfen. Und natürlich bleibt auch die große, schicke Küche nicht unerwähnt.

Das Freispiel, sagt Winking, sei für Kinder ein wichtiges Element. „Da können sie testen, was ihnen gefällt, auch mal Langeweile erfahren und nach neuer Beschäftigung suchen: All das gehört dazu“. Ebenso wie die Bewegung, die Kinder nach Phasen der Konzentration und des Lernens brauchen.

Die neue Kita komme bestens an, auch bei den Eltern. Das attestiert Inge Schnieder, Verbundleiterin der katholischen Kitas. Nach den Sommerferien sei die Einrichtung voll belegt, das heißt: Zwölf U3-Plätze und 53 Ü-3 Plätze sind dann vergeben.

Was bei den jungen Eltern außerdem positive Resonanz findet, weiß Winking aus vielen Gesprächen: „Wir sind die erste katholische Einrichtung, die freitags nachmittags geöffnet hat.“

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