Gescher
Marode Pättkes digital im Blick

Gescher. Das überarbeitete Wirtschaftswegekonzept hat bei den Mitgliedern des Landwirtschaftsausschusses großen Anklang gefunden. Einstimmig hat der Fachausschuss dem Rat die Entscheidung darüber übertragen. Die Stadt hatte das Unternehmen GeKom mit der Befahrung sämtlicher Wirtschaftswege beauftragt, wobei gleichzeitig deren Zustand erfasst wurde. Die Arbeitsergebnisse liegen nun digital vor und wurden im Ausschuss präsentiert.

Freitag, 29.03.2019, 17:39 Uhr aktualisiert: 30.03.2019, 11:06 Uhr
Gescher: Marode Pättkes digital im Blick
Wirtschaftswege werden in Gescher sowohl nach ihrer Erschließungsqualität als auch nach ihrem Zustand bewertet. Dieser Wirtschaftsweg Up de Schaar gegenüber der Zufahrt zur Alten Coesfelder Straße ist in die schlechteste Kategorie 5 eingeordnet und bekommt deshalb bald eine doppelte Oberflächenbehandlung. Foto: Florian Schütte

Um die Gründung des Wirtschaftswegeverbandes vorzubereiten, musste das Konzept aus dem Jahr 2011 überarbeitet werden. Grundsätzlich sieht es immer noch zwei Kategorisierungen vor: nach der verkehrlichen Bedeutung und nach dem Zustand. Marius Tegeler (Stadt) erläuterte das System: „Nach der verkehrlichen Bedeutung steht Rot für Haupterschließungsstraßen, über die der Verkehr abgeleitet wird.“ Gelb stehe für Wege, mit denen Hofstellen erschlossen würden und grün seien „oft nur geschotterte oder Feldwege zur Erschließung landwirtschaftlicher Flächen“ markiert. Bei orange eingezeichneten Wegen handele es sich um solche, die sich nicht im Eigentum der Stadt befänden. „Nach Zustand bedeutet eine Eins mängelfrei und eine Fünf sehr schlechter Zustand“, fügte Fachbereichsleiter Uwe Wißmann hinzu.

Im digitalisierten Programm sehe man nun die Veränderung zu 2011, erklärte Bürgermeister Thomas Kerkhoff. Während 2011 noch jeweils rund 70 Kilometer den Kategorien Rot, Gelb und Grün zugeordnet waren, habe sich nun die rote Kategorie auf rund 52 Kilometer reduzieren lassen. „Die Nachschärfung war aus finanzieller Sicht ein lohnender Schritt, handele es sich bei der Unterhaltung um ein eingespartes Volumen von 2,5 Millionen Euro. Die Kategorien Gelb und Grün sind nun mit jeweils rund 80 Kilometern vertreten. Insgesamt umfasst das Wirtschaftswegenetz circa 207 Kilometer in Gescher.

Werner Bönning (UWG) erkundigte sich, ob man auch Wege zurückbauen könne. „Das soll der Verband in seinem Gremium beraten“, antwortete Kerkhoff. Denn während die Stadt für eine „dynamische Fortschreibung des Konzepts“ zuständig sei, werde es vom LOV umgesetzt.

Durch die neue Übersicht sind nun auch viele marode Pättkes zutage getreten. So wird der Brüningweg (Abzweig Schultenrott bis zum Hellweg) bald eine einfache Oberflächenbehandlung (OB) erhalten, Up de Schaar (Abzweig vom Holtwicker Damm) sogar eine doppelte OB, wie Wißmann erklärte. Denn beide Wirtschaftswege seien im schlechtesten Zustand.

Stephan Pierk (Grüne) lobte die neue digitale Übersicht: „Da wird der Mehrwert deutlich und es ist gut, dass wir das vor der Gründung des Wirtschaftswegeverbandes gemacht haben.“ Laufend soll das Konzept nun alle fünf Jahre fortgeschrieben werden. Schulbuslinien würden fortlaufend in dieser Zeit angepasst.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6506577?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947616%2F
Nachrichten-Ticker