Gescher
Lösung für Hundekot-Problem

Gescher (js). Die alten Dog-Stations, die die Stadt Gescher 2015 im Zuge von Sparmaßnahmen abgeräumt hat, werden nicht wieder aufgestellt. Dennoch soll das Problem, dass allerorten gefüllte Hundekotbeutel in der Landschaft landen, durch einen verbesserten Service für Hundehalter angegangen werden. Einstimmig folgte der Haupt- und Finanzausschuss der Empfehlung der Verwaltung, anstelle der unpraktischen Dog-Stations zehn Müllgefäße zu beschaffen und aufzustellen – acht in Gescher, zwei in Hochmoor. Die Kosten von rund 4000 Euro sollen außerplanmäßig zur Verfügung gestellt werden.

Donnerstag, 04.04.2019, 18:34 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 12:34 Uhr
Gescher: Lösung für Hundekot-Problem
Die alten Dog-Stations (hier im Berkeltal) werden nicht wieder aufgestellt. Dafür kommen bald zusätzliche Müllgefäße. Foto: Archiv

Auslöser für die Diskussion war ein Antrag der UWG, die alten Stationen wieder aufzustellen. Davon hat der Bauhof aber deutlich abgeraten: Wie Bürgermeister Thomas Kerkhoff erläuterte, seien die alten Behälter schlecht zu öffnen und zu reinigen, also schlicht unpraktisch. Ein Vorteil dieser Stationen war, dass damit auch Kotbeutel kostenlos ausgegeben wurden. Mittlerweile sei es aber für die meisten Hundehalter selbstverständlich, diese Beutel mitzuführen. Das Hauptproblem sei die Entsorgung dieser Beutel. Vor diesem Hintergrund sollen nun zehn verschließbare Müllgefäße aufgestellt werden. Die Standorte: Teiche im Berkeltal Süd, Teiche im Berkeltal Nord (Auf dem Brink), Zugang zum Friedhof, Stadtpark, Hauptstraße am Durchgang zum Parkplatz, Brücke über die Berkel bei Haus Hall (Fabrikstraße), Schlesierring/Ecke Schultenrott und Schießanlage (Zum Erlengrund). In Hochmoor werden der Zugang zum Friedhof und die Grüne Mitte als Standorte gewählt.

Holger Beeke (UWG) freute sich, dass der Vorstoß seiner Fraktion unterstützt werde. Auf Nachfrage bestätigte Kerkhoff, dass sich die neuen Behälter von den „normalen“ Mülleimern unterscheiden und besonders kenntlich gemacht werden sollen. Rita Hölker (SPD) wollte wissen, wie oft die neuen Behälter künftig geleert würden und durch wen. Das mache der Bauhof im Rahmen seines normalen Leerungsturnus, antwortete Kerkhoff. Seines Wissens geschehe das wöchentlich. CDU-Sprecher Egbert Kock befürwortete die Vorgehensweise – das Hauptproblem sei nicht die Versorgung mit Tüten, sondern die Entsorgung der gefüllten Beutel. Die vorschlagenen Standorte seien okay. Falls sich die neuen Müllbehälter bewähren, so der einhellige Tenor, soll deren Anzahl im nächsten Jahr verdoppelt werden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6520349?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947616%2F
Nachrichten-Ticker