Gescher
Frauen fordern Veränderungen

Gescher. Fünf Frauen aus Gescher sind aufmerksam geworden auf die bevorstehende Aktion von engagierten Frauen der Heilig Kreuz Gemeinde in Münster: Maria 2.0. Dabei handelt es sich um eine Streikaktion. Sie richtet sich gegen den Umgang mit sexuellem Missbrauch und Ausgrenzung der Frauen in der katholischen Amtskirche und sie fordert konsequente Veränderungen. Nähere Informationen finden Interessierte unter www.mariazweipunktnull.de.

Freitag, 03.05.2019, 23:32 Uhr
Gescher: Frauen fordern Veränderungen
Die Streikaktion „Maria 2.0“ richtet sich gegen den Umgang mit sexuellem Missbrauch und die Ausgrenzung von Frauen in der Amtskirche. Die Gescheranerinnen (v.l.) Maria, Alexa, Angela, Yvette und Maria möchten über diese Themen mit anderen ins Gespräch kommen. Foto: Kortbus

Gemeinsam sind die Gescheranerinnen darüber ins Gespräch gekommen. Viele Fragen stellten sie sich und nahmen dabei diese Themen in den Blick:

7 Die Rolle der Frau in der katholischen Kirche

7 Der Pflichtzölibat und dessen mögliche Folgen

7 Der unüberschaubare Missbrauchsskandal

7 Der fragwürdige Umgang mit Tätern und Opfern von sexuellem Missbrauch (Vertuschung)

7 Die katholische Sexualmoral

7 Die Struktur innerhalb der katholischen Kirche – Männerdominanz

7 Was Jesus zu seinem heutigen „Bodenpersonal“ sagen würde

7 Die zunehmenden Kirchenaustritte

Vor diesem Hintergrund wenden sich die Initiatorinnen an die Öffentlichkeit und wollen wissen, was andere bewegt. Es bestehe die Möglichkeit, seine Meinung, Gedanken und Fragen schriftlich kundzutun. „Nutzen Sie dafür ausliegende Zettel und heften Sie diese beschriftet an die Pinnwände im Windfang am Haupteingang der Pankratiuskirche“, heißt es hierzu in einer Mitteilung. Denn ab heute (Samstag, 4. 5.) finden sich dort Informationen und Texte zur Krise der Kirche, aber auch zu den Chancen.

Anlässlich des Sondergipfels zum Thema der sexuellen Gewalt in der Kirche hat die Initiative Maria 2.0 zudem einen offenen Brief an Papst Franziskus verfasst. Dieser liegt in vielen Gemeinden aus – auch in Gescher. Wer möchte, kann diesen Brief ebenfalls unterschreiben. „Je mehr Unterschriften, desto offensichtlicher wird die Dringlichkeit und Notwendigkeit von Veränderungen und offensivem Handeln“, heißt es.

Am Dienstag, 14. Mai, ab 19 Uhr möchten die Initiatorinnen mit allen Interessierten bei einem Gläschen Wein persönlich ins Gespräch kommen. Man trifft sich bewusst nicht „in“, sondern „vor“ der Kirche. Die Gruppe würde sich freuen, wenn viele Frauen und Männer mitdiskutieren, weil sie an einer positiven Weiterentwicklung in der Kirche interessiert sind, heißt es.

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