Gescher
Eine besondere Lebensreise

Gescher. Zu einer Lebensreise, bei der Hunde eine wichtige Rolle spielen, lädt Dr. Hermann Vortmann die Leser seines neuen Buches „Hunde-Leben“ ein. Das Werk trägt durchaus autobiografische Züge, verrät der Autor. Doch die Namen der darin vorkommenden Protagonisten und die beschriebenen Erlebnisse sind verfremdet.

Mittwoch, 19.06.2019, 18:26 Uhr
Gescher: Eine besondere Lebensreise
Der Schnauzer Yanko ist der treue Begleiter von Dr. Hermann Vortmann, dem Autor des Buches „Hunde-Leben“. Foto: az

Dr. Hermann Vortmann ist es gelungen, ein lebendiges Bild über den Wandel vom Hund als Nutztier zum Begleiter einer Familie zu zeichnen. „Mich hat besonders interessiert, wie sich das Verhältnis des Menschen zum Hund im Laufe der Jahrzehnte verändert hat“, sagt der 74-Jährige.

Erstmals hat der Pädagoge mit „Hunde-Leben“ ein Buch über ein Thema geschrieben, das nicht mit Schule zu tun hat. Vielen dürfte^das Buch „Schul-Leben“, das er vor zwei Jahren geschrieben hat, noch in guter Erinnerung sein. Dr. Vortmann schmunzelt: „Mein neues Buch hat allenfalls mit Hundeschule zu tun.“

Als Fünfjähriger hatte er seinen ersten Kontakt zu einem Hund auf dem Hofe seiner Eltern. Dann nämlich bekam er Molli geschenkt. Heute sieht er die Ereignisse von damals durch eine andere Brille. Und so ziehen sich durch das Buch wie ein roter Faden kleine Infokästen mit der Überschrift „Aus der Sicht von heute“. Damit wird Hunde-Leben auch zu einem Leitfaden für alle, die mit der Anschaffung eines Vierbeiners liebäugeln. „Ein Hund ist kein Spielzeug für ein kleines Kind“ ist zum Beispiel darin zu lesen.

Auch Tipps für die Haltung eines Vierbeiners werden gegeben. Dr. Vortmann spricht auch Versicherungsfragen an. Tabu-Themen lässt der Autor ebenfalls nicht aus. Er deutet in seinen kleinen Geschichten aus der Vergangenheit an, dass einmal ein Hund wegen der schweren Erkrankung Hundestaupe vom Eigentümer getötet statt vom Tierarzt eingeschläfert worden ist.

Mit Hunden sei man damals nicht zimperlich umgegangen. So ist der Titel des Buches – „Hunde-Leben“ –, was als Beschreibung für ein erbärmliches, elendes Leben dient, auch vor diesem Hintergrund geschickt gewählt.

Die Vierbeiner mussten ihr Dasein oft als Hofhunde im Zwinger, als Jagdhunde, Schutz- oder Hirtenhunde oder gar als Versuchstier verbringen. Das habe sich heute zum Glück maßgeblich verändert, sagt der Autor. Dennoch gebe es auch heute Hundehalter, die einen Vierbeiner – oft ein Tier einer gefährlichen Rasse – als Statussymbol halten würden. Die Vermenschlichung von Hunden würde oft zu Karikaturen führen. „Man muss sich darüber klar sein, dass Mensch und Hund verschiedene Kategorien sind“, sagt Dr. Vortmann.

Auf dem Titel des Buches „Hunde-Leben“ läuft Yanko, der siebeneinhalbjährige Schnauzer Yanko von Dr. Vortmann, dem Leser auf einer Rasenfläche gleichsam entgegen. Yanko ist sein treuer Begleiter, mit dem er täglich bis zu drei Stunden zu Fuß unterwegs ist. „Hunde brauchen Bewegung“, sagt der Pensionär. In seiner aktiven Zeit als Lehrer hätte er dafür nicht genügend Zeit gehabt. Auch den Zeitaufwand müssten Hundehalter stets bedenken. Yanko ist der elfte Hund von Dr. Vortmann. Nie hätte er gedacht, dass sich der Vierbeiner, den er bereits als Welpen bekommen hat, vom „Problemhund“ zum verlässlichen Familienhund entwickeln würde.

7 Das Buch „Hunde-Leben“ von Dr. Hermann Vortmann ist im Agenda-Verlag erschienen. Das 160-seitige Taschenbuch kostet 14,90 Euro.

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