Gescher
Den Alltag hinterfragt und sichtbar gemacht

Gescher. Die vergangene Ausstellung in der Kunsthalle Hense hat viele Besucher und Verehrer der Bauhaus-Ära angezogen. In der neuen Ausstellung besteht nun die Möglichkeit, einen Blick in die Sammlung des Kunsthallenbetreibers Frank Hense zu werfen.

Samstag, 13.07.2019, 10:56 Uhr aktualisiert: 14.07.2019, 23:16 Uhr
Gescher: Den Alltag hinterfragt und sichtbar gemacht
In der Kunsthalle Hense wird die neue Ausstellung „Mögest du in interessanten Zeiten leben!“ eröffnet. Gespannt darauf, wie die Werke beim Publikum ankommen, sind: (v.l.) Kuratorin Jutta Meyer zu Riemsloh, Kunsthallenbetreiber Frank Hense und Mitarbeiterin Iris Busch. Foto: az

„Mögest du in interessanten Zeiten leben!“ haben Hense und Kuratorin Jutta Meyer zu Riemsloh die Ausstellung überschrieben, in denen Werke von 38 nationalen und internationalen Künstlern zu sehen sind. Bildhauerarbeiten, Zeichnungen, Gemälde, Collagen und Leuchtkunst wurden unter fünf ganz verschiedenen Begrifflichkeiten zu inhaltlichen Werkgruppen arrangiert.

Der Titel der Ausstellung wird dem britischen Diplomaten Sir Austen Chamberlain untergeschoben. In den späten 1930er Jahren soll er einen alten chinesischen Fluch mit diesen Worten wiedergegeben haben. In dem Zitat stecken Hinweise auf politische Umbrüche und gesellschaftliche Veränderungen, die auf die heutige Zeit genauso gut passen.

Hense hat seit über 20 Jahren Kunst aus allen möglichen Bereichen gesammelt.

„Ich habe immer das gekauft, was mir gefällt. Nach zwei Ausstellungen mit Fremdwerken war es spannend, ausschließlich meine Sammlung durchzusehen und jetzt unter bestimmten Aspekten zu zeigen. Mit dem Blick Dritter hat es mir gezeigt, dass da auch zusammenhängende Themen drin sind“, so Hense. Zusammen mit Meyer zu Riemsloh wurden daraus fünf Abteilungen, denen bestimmte Werke zugeordnet wurden. „Me and others“ , „Crisis“, „Have a good time“, „Germany and the rest of the world“ und „Religion“ wurden diese Segmente der Ausstellung überschrieben. In der ersten Abteilung geht es in der Kunst um die eigene Person in Reflektion mit anderen. Krisen jeglicher Art behandeln die Künstler der zweiten Abteilung. Freizeit und Spaß sind in den Themen der dritten Abteilung zu entdecken. Deutschland im Fokus der Politik der restlichen Welt steht in den Werken der vierten Abteilung im Zentrum, während der fünfte Abschnitt der Ausstellung sich mit der Auseinandersetzung mit der Religion in der modernen Kunst auseinander setzt.

„Die Künstler dieser Ausstellung hinterfragen Alltagsrealitäten und machen sie sichtbar“, ergänzt Meyer zu Riemsloh die Botschaft dieser Schau.

Namhafte Künstler wie Yongchul Kim, Julia Oschatz, Matthias Beckmann, Norbert Bisky, Thoams Hartmann, Römer + Römer, Jan de Vliegher, Markus Immendorf und viele andere machen genau diese Realitäten sichtbar.

Die Ausstellung ist bis zum 29. September zu sehen. Öffnungszeiten sind sonntags von 14 bis 18 Uhr. Führungen können gebucht werden unter www.hense.art oder unter info@hense.art.

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