Gescher
In 2040 ist jeder Dritte älter als 65

Gescher. Die Stadt Gescher gehört zu den 254 kreisangehörigen Kommunen in Nordrhein-Westfalen, in denen die Einwohnerzahl bis zum Jahr 2040 sinken wird. Waren es im Jahre 2018 noch 17 253 Einwohner, wird diese Zahl bis zum Jahre 2040 auf 16 436 sinken. Damit wird Gescher rund 800 Einwohner verlieren.

Donnerstag, 18.07.2019, 11:10 Uhr

Das geht aus der aktuellen Modellrechnung zur zukünftigen Bevölkerungsentwicklung in den Städten und Gemeinden des Landes hervor, die das Statistische Landesamt Information und Technik Nordrhein-Westfalen vorgelegt hat.

Die Bevölkerung in Gescher wird in den kommenden 20 Jahren um 4,7 Prozent schrumpfen – so lautet die Prognose. Damit liegt Gescher im Trend der benachbarten Kommunen.

Die aktuelle Vorausberechnung zeigt auch, dass die Bevölkerung in den Kreisen stärker altern wird als in den kreisfreien Städten: Den höchsten Anstieg des Durchschnittsalters bis 2040 erwarten die Statistiker in den Kreisen Borken (plus 4,9 Jahre). In Gescher sind heute 900 Einwohner 80 Jahre und älter; in 2040 werden dieser Altersgruppe mit 1800 Menschen laut Statistik doppelt so viele Einwohner angehören. Jeder neunte Einwohner von Gescher wird dann 80 Jahre und älter sein.

Auch die Zahl der 65- bis 80-Jährigen wird sich erhöhen: von 2284 in 2018 auf 3701 in 2014. Das entspricht einer Quote von 62 Prozent. Fast jeder dritte Einwohner würde im Jahre 2040 älter als 65 Jahre sein, also etwa ein Drittel der gesamten Bevölkerung. Aktuell gehört dieser Altersgruppe jeder fünfte Einwohner an.

Die Zahl der Kinder bis zu drei Jahren wird in den nächsten 20 Jahren um ein Viertel zurückgehen und dann nur noch 384 statt aktuell 513 betragen. Der geringste Schwund wird bei den Kindern zwischen sechs und 16 Jahren auftreten. Deren Zahl wird um rund sechs Prozent zurückgehen.

Auch die Gruppe der 25- bis 40-Jährigen wird um 27,1 Prozent sinken. Während es aktuell in dieser Altersgruppe noch fast 3000 Einwohner gibt, sind es im Jahre 2040 nur noch gut 2100.

Die Zahl der 19- bis 25-Jährigen soll in den kommenden 20 Jahren um 21,7 Prozent abnehmen.

Wenn diese Prognosen tatsächlich so eintreffen, hat das natürlich Folgen für die Planungen in der Kommune, angefangen von der Bereitstellung von Kindergartenplätzen bis hin zur künftigen Gestaltung von Wohngebieten.

Während die kreisangehörigen Kommunen vielfach an Einwohnern verlieren werden, sollen 22 der 53 kreisfreien Städte wachsen. Für Münster wird zum Beispiel ein Zuwachs von 13,9 Prozent prognostiziert.

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