Gescher
Ab in die Fluten

Gescher. Schwimmmeister Hermann Berlemann bleibt gelassen – auch wenn sich gegen Mittag das städtische Freibad schon mehr und mehr mit Badegästen füllt, die sich nach einer Erfrischung sehnen. Bei 37 Grad im Schatten genießen vor allem viele Familien die Abkühlung im Wasser.

Freitag, 26.07.2019, 09:10 Uhr
Gescher: Ab in die Fluten
Hermann Berlemann (M.) und Klaus Brüninghoff (r.) und ihre Kollegen haben die Badegäste stets im Blick. Jochen Inkmann (l.) ist in der Stadtverwaltung für das Freibad zuständig. Bei der Gluthitze sorgt ein Schirm für Schutz vor zu viel Sonneneinstrahlung. Foto: az

Der kleine Tim erfreut sich mit seinen Großeltern an der Wasserfontäne und möchte am liebsten den ganzen Tag darunter verbringen. „Wir haben aktuell wärmere Temperaturen als in der Saison 2018“, sagt Berlemann auch im Hinblick darauf, dass die Quecksilbersäule morgen sogar 38 Grad anzeigen soll.

Von Saisonbeginn 2019 bis heute sind 34 880 Besucher gezählt worden. „Das ist der zweitbeste Wert seit zehn Jahren. Dies, obwohl wir wegen des Wetters erst eine Woche später als sonst geöffnet haben“, teilt Bürgermeister Thomas Kerkhoff mit.

Etwa 49 500 Besucher waren zum selben Zeitpunkt im vergangenen Jahr ins Freibad geströmt, zum Ende der Saison waren es 77 200 Badegäste. Kerkhoff kommentiert: „2018 und der heiße Sommer waren unser Rekordjahr in den letzten zwanzig Jahren. Normalerweise pendeln die Besucherzahlen zwischen 48 000 und 65 000 Besuchern pro Jahr.“

Schwimmmeister Hermann Berlemann ist gespannt, ob der bisherige Besucherrekord in der laufenden Saison – mit 1600 Besuchern am 25. Juni – am kommenden Wochenende übertroffen wird.

Viele Badegäste sind Inhaber einer Saisonkarte. Bisher sind 2541 Saisonkarten ausgegeben worden, im Vorjahr waren es insgesamt 2566, beides höhere Werte als im Schnitt. Insgesamt sei das aber nicht außergewöhnlich hoch, da die Gescheraner und die Besucher aus der Nachbarschaft sehr treu seien, wie Kerkhoff erläutert.

Bei Hochbetrieb sei für das Freibad-Team die größte Herausforderung, körperlich fit zu bleiben, damit die Konzentration für die Gefährdungsbeurteilung nicht verloren gehe und man für die unterschiedlichsten Anliegen der Besucher offen und freundlich bleibe.

Hitze, ständiger Schallpegel, viele kleine Anfragen und Probleme und lange Tage gehören im Sommer dazu. Immerhin ist das Freibad von morgens früh um sechs Uhr bis abends um 20 Uhr geöffnet. Wichtig sind für Hermann Berlemann und seine Mannschaft auch ein Sonnenschutz, viel zu trinken, häufige Standortwechsel und Pausen im Schatten. Neben der Aufsicht im Bad ist natürlich die Technik immer parallel zu überwachen.

Vieles von dem, was das Personal leistet, bekommen die Badegäste gar nicht mit. Sie können sich damit voll und ganz auf das Badevergnügen konzentrieren – so wie die drei Geschwister Helene, Paula und Rieke, die sich mit ihren Eltern im kühlenden Nass tummeln. „Helene macht gerade ihr bronzenes Schwimmabzeichen, und Paula freut sich über ihr Seepferdchen“, sagt der Vater stolz.

Alle Badegäste freuen sich auf die nächsten größeren Veranstaltungen im Freibad – wie das Nachtschwimmen und das Berkelfestival im August.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6805926?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947616%2F
Nachrichten-Ticker