Gescher
Lizenz zum Dirigat – Traum wird wahr

Gescher. Sebastian Busch, der älteste von drei Brüdern der Familie Busch, ist gerade mal fünf Jahre alt gewesen, als er Feuer für die Blasmusik gefangen hat. „Ich möchte ein Blasinstrument spielen und später Dirigent eines großen Orchesters sein“, war sich der Knirps schon damals sicher, als er als Zuschauer eine Parade mit Blasmusikern verfolgte.

Montag, 05.08.2019, 11:15 Uhr aktualisiert: 05.08.2019, 18:43 Uhr
Gescher: Lizenz zum Dirigat – Traum wird wahr
Sebastian Busch (l.) aus Gescher leitet seit gut zwei Jahren das Jugendorchester Legden. Foto: az

Seine Mutter hatte ihm eigens für dieses Ereignis eine Musiker-Uniform geschneidert. Und mit der Spielzeugtrompete in der Hand stand der Fünfjährige voller Begeisterung für die Blasmusiker am Straßenrand.

Das ist jetzt 23 Jahre her. Und der Traum von Sebastian Busch ist wahr geworden. Der junge Mann hat gerade seinen C3-Lehrgang an der Landesmusikakademie Heek mit Erfolg absolviert und hält damit seinen Dirigentenschein in den Händen.

Angefangen hat alles beim Musikzug Gescher, wo Sebastian Busch 1999 als Achtjähriger zu den ersten Kindern im Verein gehörte, die einen Blockflöten-Kurs genossen. Damit hat seine musikalische Ausbildung begonnen. Das Ausbildungssystem im Musikzug Gescher war 1999 umgestellt worden, und somit gehörte Sebastian Busch zum ersten Jahrgang der geänderten Ausbildung.

Im Jahre 2001 ist er als Zehnjähriger auf die Posaune umgestiegen. „Ich liebe das tiefe Blech“, sagt der mittlerweile 28-Jährige. Dazu gehört neben der Posaune das Tenorhorn. Natürlich ist er dadurch auch geprägt worden, dass sein Vater Matthias jahrelang Vorstandsmitglied des Musikzugs und Mitbegründer der Vereinsstätte gewesen ist. Der „Swinging Pool“ – ein umgebautes Schwimmbad – ist 2005 am Borkener Damm eröffnet worden. Aber Vater und Sohn betonen, dass der musikalische Weg keineswegs vorgezeichnet worden ist. Sebastian Busch ist aus freien Stücken immer am Ball geblieben – aber nicht am Fußball wie sein Bruder Thorsten. „Unsere Söhne sollen Spaß an dem haben, was sie tun, ob es nun der Sport oder die Musik ist“, betont Matthias Busch.

Sein Sohn Sebastian, der beruflich den Weg des Elektronikers eingeschlagen hat, hat stets von Neuem Freude an der Blasmusik und auch daran, diese Begeisterung bei den Kindern und Jugendlichen zu wecken. Er hat das Einsteiger-Orchester des Musikzugs Gescher geleitet und leitet seit gut zwei Jahren das Jugendorchester Legden.

Sebastian Busch spielt inzwischen bei vielen Vereinen mit und opfert für sein Hobby jede Menge Freizeit. Aber für ihn ist es das reinste Vergnügen, wenn er bei verschiedenen musikalischen Aufritten in der näheren und weiteren Umgebung mit von der Partie ist.

Im Jahre 2004 hat er damit begonnen, zunächst die drei D-Lehrgänge und danach die drei C-Lehrgänge zu absolvieren. Bei der D-Reihe geht es vor allem um die musikalische Ausbildung am eigenen Instrument. Bei der C-Reihe steht der Erwerb von musikalischen und pädagogischen Kenntnissen zur Leitung eines Registers bis hin zur Leitung eines gesamten Orchesters im Mittelpunkt.

Alle Lehrgänge bauen aufeinander auf. Im Lehrgang werden die Fächer Harmonielehre, Gehörbildung, Rhythmik, Intonationslehre, Akustik, Formenlehre, Instrumentenkunde, Instrumentation, Musikgeschichte, Literaturkunde, Dirigieren, Probenarbeit, Proben-Pädagogik, Stilkunde und Jugendarbeit unterrichtet.

Auch wenn Sebastian Busch inzwischen in musikalischer Hinsicht seine Fühler in die Umgebung von Gescher ausgestreckt hat, besinnt er sich stets darauf, dass er sich seine ersten Sporen im Musikzug Gescher verdient hat. Der Verein habe ihn geprägt. Jetzt ist er gespannt darauf, was die musikalische Zukunft noch für ihn bereithält.

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