Gescher
„Gute Nachbarschaft leben“

Gescher. Für die Pankratius-Schüler wird der Start ins neue Schuljahr besonders spannend. Ihr Gebäude an der Armlandstraße ist leer: „Da stehen nur noch alte Tafeln, die wir nicht mehr brauchen“, sagt Erste Beigeordnete Kerstin Uphues. Ab Mittwoch (28. 8.) bezieht ein Großteil der Schüler den Klassentrakt II an der Gesamtschule, während alle Drittklässler in Räumen der Förderschule Haus Hall unterrichtet werden. „Wir wollen hier eine gute Nachbarschaft leben“, freut sich Schulleiter Johannes Nondorf auf die knapp 60 Kinder, die hier bis zum Abschluss ihrer Grundschulzeit bleiben. An beiden Übergangs-Standorten finden letzte Renovierungsarbeiten statt, die rechtzeitig zum Schulstart abgeschlossen sein werden. Parallel laufen die Vorbereitungen für die Sanierung und Erweiterung der Pankratius-Schule. Der erste Schritt wird der Abriss des heutigen OGS-Gebäudes sein, mit dem Bürgermeister Thomas Kerkhoff im Oktober/November rechnet.

Donnerstag, 22.08.2019, 12:32 Uhr
Gescher: „Gute Nachbarschaft leben“
Probesitzen auf den Stühlen der Pankratius-Drittklässler (v.l.): Johannes Nondorf, Eva Pahl, Birgit Knauer, Bernhard Manemann-Kallabis, Bürgermeister Thomas Kerkhoff und Beigeordnete Kerstin Uphues freuen sich über die gelungene Herrichtung der Räume in der Schule Haus Hall. Foto: az

Noch erledigen Handwerker letzte Kleinigkeiten im Altbau der Förderschule Haus Hall. Hier ist der Mehrzweckraum im Erdgeschoss durch eine Trockenbauwand unterteilt worden, sodass zwei 70 Quadratmeter große Klassenräume entstanden sind. Die alte Betondecke ist durch eine Schallschutzdecke ersetzt worden, neue Lampen und frische Farben tun ein Übriges, um die Unterrichtstauglichkeit zu gewährleisten. Auch die Tische und Stühle aus der Pankratius-Schule stehen schon. Ähnlich sieht es im ehemaligen Lehrerzimmer im Obergeschoss aus, das zuletzt als Schülerpausenraum genutzt worden ist. „Unser Schülerrat hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, den Raum anzubieten“, freut sich Nondorf über die Offenheit der Förderschüler für die zweijährige Übergangslösung.

Auch Schulleiterin Birgit Knauer und Stellvertreterin Eva Pahl sehen die Unterbringung in der Förderschule besonders mit Blick auf das große Thema Inklusion als Chance. „Hier ergeben sich ganz neue Begegnungsmöglichkeiten“, so Pahl. Schon bei einem Besuch der künftigen Drittklässler vor den Sommerferien habe es sehr positive Reaktionen gegeben. „In der großen Pause waren alle Kinder draußen und haben sich gemischt“, berichtet die Lehrerin.

Rund 50 000 Euro kostet die Instandsetzung der Räume in der Förderschule, die Haus Hall vorgenommen hat und von der Stadt über ein Mietmodell finanziert wird. „Der Kostenrahmen passt“, sagt Nondorf und spricht von einer Win-win-Situation, denn nach dem Auszug der Pankratius-Schüler kann Haus Hall die Räume weiter nutzen. Auch die Stadt ist froh über die Interimslösung, die mit den Standorten Gesamtschule und Haus Hall beginnt und nach den Sommerferien 2020 auch den Teilstandort Hochmoor einbezieht – dort werden dann die neuen Erstklässler unterrichtet. Unter dem Strich ist diese vom Rat im Mai beschlossene Variante deutlich günstiger als alle Alternativen mit Containernutzungen – „und am einfachsten umzusetzen“, so Kerkhoff.

Mit dem Beginn des Schuljahres startet auch die neu organisierte Form der Schülerbeförderung. Auf Wunsch der Eltern ist eine Haltestelle am alten Standort der Pankratius-Schule eingerichtet worden. Außerdem können die Drittklässler auch an der Gesamtschule zur Weiterfahrt nach Haus Hall einsteigen. Eltern werden gebeten, ihre Kinder möglichst nicht mit dem Auto bis vor die Schultür zu bringen. Sollte es in der Startphase Probleme bei der Schülerbeförderung geben, bittet Beigeordnete Uphues um entsprechende Hinweise an die Verwaltung (Tel. 60371), nicht an die Schulleiter.

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