Neues Baugebiet
Bis zu 80 Grundstücke geplant

Gescher. Bauwillige Gescheraner dürfen sich freuen: In naher Zukunft kommt eines der größten Baugebiete der jüngeren Stadtgeschichte auf den Markt. Die Grundstücksgesellschaft Gescher mbH hat die Flächen nördlich der Schildarpstraße zwischen Schultenrott und der Bebauung Zur Alten Vogelstange erworben. 62 000 Quadratmeter misst das Areal. „Wir gehen davon aus, dass sich hier 60 bis 80 Baugrundstücke realisieren lassen“, sagt Uwe Wißmann, Geschäftsführer der Grundstücksgesellschaft. Und Bürgermeister Thomas Kerkhoff freut sich, dass die wachsende Nachfrage nach Bauland in Gescher befriedigt werden kann. „Wir werden keine Probleme haben, die Grundstücke zu veräußern“, so der Verwaltungschef.

Donnerstag, 05.09.2019, 08:24 Uhr aktualisiert: 05.09.2019, 08:29 Uhr
Neues Baugebiet: Bis zu 80 Grundstücke geplant
Diese 6,2 Hektar große Fläche östlich vom Schultenrott hat die Grundstücksgesellschaft Gescher in langwierigen Verhandlungen erworben. Hier soll in den nächsten Jahren ein Baugebiet mit 60 bis 80 Grundstücken – je nach Erschließungskonzept – realisiert werden. Foto: az

Wer den Schultenrott stadtauswärts befährt, sieht linker Hand Weiden und landwirtschaftliche Flächen. Dort sollen demnächst Wohnhäuser aus dem Boden schießen. Die Weichen dafür sind in den letzten eineinhalb Jahren gestellt worden. So lange haben die Verhandlungen mit den bisherigen Eigentümern gedauert – insgesamt sechs Vertragsparteien, darunter zwei Erbengemeinschaften. Erst gestern ist der letzte Kaufvertrag unterzeichnet worden.

2016 sind die meisten Wohnhäuser im Gebiet An den Bachgärten entstanden, auch das Baugebiet Weißes Venn II in Hochmoor ist voll. Nun ist für Bauwillige buchstäblich wieder Land in Sicht. Wißmann geht von einer gestuften Planung aus, bei der ein Teilbereich schneller bebaubar gemacht werden kann. Paragraf 13b im Baugesetzbuch erlaubt ein verschlanktes Verfahren für ein maximal 10 000 Quadratmeter großes Gebiet, das an die bebaute Ortslage anschließt. „Wir müssen prüfen, ob das hier möglich ist“, so Wißmann. Wenn ja, könnten in einem Teilbereich im Herbst 2020 die ersten Häuser gebaut werden. Parallel würde das Bauleitplanverfahren für das Gesamtgebiet laufen. Hier rechnet die Grundstücksgesellschaft damit, dass die Bebauung ab 2020/2021 erfolgt – vermutlich in Abschnitten.

Beim zu erarbeitenden Erschließungskonzept werden durchschnittliche Grundstücksgrößen von 500 Quadratmeter zugrunde gelegt. Wie teuer die Grundstücke werden, die wie üblich voll erschlossen veräußert werden, steht noch nicht fest. Aber bei gestiegenen Einstandskosten und höheren Baupreisen sei davon auszugehen, dass der Quadratmeterpreis höher liegen werde als beispielsweise an den Bachgärten, so Kerkhoff und Wißmann. Dort waren knapp 140 Euro/qm gezahlt worden. Handlungsbedarf für Kaufinteressierte besteht übrigens (noch) nicht: Erst zu einem späteren Verfahrenszeitpunkt werden Bewerber aufgefordert, sich zu melden. Vorher müssen Vergabekriterien festgelegt werden, bei denen auch die soziale Komponente berücksichtigt werden soll. Im Blick hat Kerkhoff die heimische Wirtschaft, die Fachkräfte an den hiesigen Standort locken möchte: „Vielleicht macht es Sinn, ein Baufeld für dieses Thema offen zu halten“, so Kerkhoff. Das sei auch eine Form von Wirtschaftsförderung. Insgesamt sei das wachsende Gescher mit der Schaffung von Wohnraum in verschiedener Form gut aufgestellt.

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