Gescher
Gesamtschüler sollen sich wohlfühlen

Gescher. In wenigen Jahren dürfte der Schulhof an der Gesamtschule ein anderes, freundlicheres Gesicht haben als heute. Wie das aussehen könnte, stellte Architekt Rainer Wies – Mitglied der Schulhof-AG und Vater eines Gesamtschülers – am Mittwoch im Ausschuss für Generationen vor. Neue Strukturen und Wegeverbindungen, mehr Sitzmöglichkeiten und zeitgemäße Spiel- und Sportmöglichkeiten machen das Konzept aus. Wies hatte vielfältige Ideen und Vorschläge aus der Schulhof-AG in seinen Plan eingearbeitet und erntete dafür Lob von allen Seiten. Einstimmig beauftragte der Ausschuss die Verwaltung, einen Bauabschnittsplan inklusive Kostenschätzung zu erstellen und die Schulkonferenz an der weiteren Planung zu beteiligen.

Freitag, 06.09.2019, 18:12 Uhr
Gescher: Gesamtschüler sollen sich wohlfühlen
Dieses Konzept für eine Umgestaltung des Schulhofes präsentierte Architekt Rainer Wies am Mittwochabend im Ausschuss für Generationen. Es sieht klare Strukturen, neue Wegeverbindungen und räumlich getrennte Bereich für die Unter-, Mittel- und Oberstufe vor. Entwurf: Rainer Wies Foto: az

Alle Beteiligten sind sich einig, dass Handlungsbedarf besteht. „Wir sind eine Ganztagsschule. Da passt der heutige Schulhof nicht mehr zu den Bedürfnissen, die Kinder und Jugendliche haben“, stellte Schulleiter Bernhard Manemann-Kallabis fest und freute sich, dass das Thema in einer AG und nun von der Verwaltung aufgegriffen werde. Wies stellte fest, dass am und im Gebäude in den letzten Jahren viel passiert sei – nur beim Schulhof seien die jahrzehntealten Struktur fast unverändert. Der Architekt erläuterte sein Konzept, das sich in drei Zonen für Unter-, Mittel- und Oberstufe unterteilt. Für die Fünft- und Sechstklässler soll an zentral gelegener Stelle eine große Freifläche mit Spielmöglichkeiten entstehen. Auf die Mittelstufe zielt eine Fläche mit Sport- und Bewegungsmöglichkeiten (Fußball, Basketball, Tischtennis). Für die Oberstufenschüler sieht das Konzept neue Treff- und Sitzmöglichkeiten im Bereich ihres Klassentraktes vor. „Die wollen sich treffen und chillen“, sagte Wies. Den Schulgarten möchte er Richtung Wäldchen verlegen und dort ein „grünes Klassenzimmer“ einrichten. Weitere Elemente der Planung: klare Wegeführungen, eine neue Bepflanzung, die Beseitigung von Stolperfallen und witterungsbeständige Sitzgelegenheiten. Auch für den Vorplatz vor dem Haupteingang der Schule zum Borkener Damm schlägt Wies eine Neugestaltung mit Treppenanlage und Rampe vor.

Das Feedback aus dem Ausschuss war durchweg positiv. „Wir unterstützen dieses Projekt“, sagte Rita Hölker (SPD). Auch Bernd Witte (CDU) freute sich, dass dass „so viel Vorarbeit frei Haus geliefert“ worden sei. Offen seien aber Fragen wie Kosten, Umsetzungsdauer und Fördermöglichkeiten.

Bürgermeister Thomas Kerkhoff begrüßte den Rahmenplan und nannte einen Finanzierungszeitraum von vier bis sechs Jahren, beginnend ab 2020. Bei manchen Dingen, so Anne Hauling (FDP), sollte es aber schneller gehen – teilweise fehlten Mülleimer, die schnellstens ersetzt werden müssten.

Matthias Homann (UWG) drängte darauf, auch das Thema Beleuchtung im Fokus zu haben. Am Ende war sich der Ausschuss einig, dass auf der Basis der vorgestellten Planung weitergearbeitet werden solle. Im Oktober und November wird das Thema wieder in die Fachausschüsse kommen.

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