Heizungs- und Lüftungsanlage im Rathaus wird erneuert
Wohlige Wärme und gute Luft

Gescher (js). Die Ausgangslage ist eindeutig: Die 30 Jahre alte Heizungs- und Lüftungsanlage im Rathaus ist technisch abgängig und erneuerungsbedürftig. Die Verwaltung möchte das Projekt mit einem Investitionsvolumen von 453 000 Euro schnellstmöglich – vor Beginn der Heizperiode – umsetzen. Im Haupt- und Finanzausschuss sahen alle die Notwendigkeit, tätig zu werden, einigen Fraktionen ging das jedoch zu schnell. Der Antrag der UWG, die Entscheidung auf die Ratssitzung Ende September zu verschieben, wurde mit den Stimmen von CDU und Grünen abgelehnt. Der Beschluss für die Umsetzung wurde schließung bei einer Gegenstimme und fünf Enthaltungen gefasst.

Freitag, 13.09.2019, 11:42 Uhr

Die Mittel für diese Maßnahmen stehen im Haushalt bereit. Ursprünglich vorgesehen war auch die Installation eines Mini-Blockheizkraftwerkes, wie es ein Fachbüro nach einer Untersuchung im Jahr 2017 empfohlen hatte. Das ist aber nicht wirtschaftlich, weil die Zahl der anfallenden Heizstunden im Rathaus keinen wirtschaftlichen Betrieb gewährleistet, wie Klaus Schnieder vom Gebäudemanagement erläuterte. Ein Muss sei dagegen die Erneuerung der alten Heizung. Und für eine ausreichende Luftversorgung und eine gleichmäßige Wärmeverteilung in den Ratssälen sei auch eine neue Lüftungsanlage erforderlich. Vier Lüftungsrundrohre mit entsprechenden Auslässen sollen installiert werden.

Marc Jaziorski (SPD) war der Meinung, dass dieses Thema im Ausschuss für Infrastruktur, Landwirtschaft und Umwelt (ILU) beraten werden müsse – dort säßen die Fachleute. Wenn die Zeit dränge, könne der Ausschuss auch „zwischendurch“ tagen. Ähnlich argumentierte Werner Bönning (UWG): Innerhalb kürzester Zeit werde über eine Ausgabe von einer knappen halben Million Euro entschieden. Zumindest bis zur Ratssitzung solle man sich Zeit lassen, um technische Details zu klären. Die Mehrheit im Ausschuss sah dies anders. Die Sachdarstellung der Verwaltung sei eindeutig, ein Verschieben mache keinen Sinn, meinte Günter Effkemann (Grüne). Hermann Upgang-Rotert (CDU) stellte fest, dass das Thema seit zwei Jahren auf der Agenda stehe und mit den Fachleuten in der Fraktion besprochen worden sei – die hätten die Schlüsse der Verwaltung bestätigt. Fraktionskollege Fritz Leppkes warf den anderen Fraktionen zögerliches Handeln vor und empfahl, jetzt „zu Potte zu kommen“. Mehrheitlich gab es schließlich grünes Licht für die Erneuerung von Heizungs- und Lüftungsanlage.

Wie berichtet, liegt der jährliche Energieverbrauch im Rathaus bei 435 000 kWh. Dieser lässt sich nach den aktuellen Berechnungen durch die neuen Anlagen um 14 Prozent reduzieren. Gleichzeitig wird was fürs Klima getan: Der CO2-Ausstoß sinkt um gut 14 500 Kilogramm pro Jahr – das sind 11,2 Prozent.

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