Gescher
Jury würdigt moderne Pädagogik

Gescher (js). Das pädagogische Schulkonzept der Gesamtschule Gescher findet bundesweit Beachtung und Anerkennung. Beim Bundeskongress der Gemeinnützigen Gesellschaft Gesamtschule (GGG) in Berlin hat sich die Gesamtschule mit einer umfangreichen Materialsammlung präsentiert und einen Einblick in ihre Arbeit vermittelt. Dafür gab es einen mit 1000 Euro dotierten Preis. Schulleiter Bernhard Manemann-Kallabis informierte gestern das Kollegium über die Auszeichnung und freute sich: „Das hat eine hohe Bedeutung für uns.“ Denn bei den Jury-Mitgliedern handele es sich praktisch um die „Urväter von Gesamtschule“.

Donnerstag, 26.09.2019, 09:34 Uhr
Gescher: Jury würdigt moderne Pädagogik
Freuten sich über die mit 1000 Euro dotierte Auszeichnung, die die Gesamtschule Gescher beim GGG-Bundeskongress in Berlin erhalten hat (v.l.): Lehrerin Christina Gerwing, Ellen Wilms (Didaktische Leitung) und Schulleiter Bernhard Manemann-Kallabis. Foto: Jürgen Schroer

750 Schülerinnen und Schüler werden mittlerweile von 75 Lehrerinnen und Lehrern an der Gesamtschule Gescher unterrichtet. Die Schule gehe mit ihrem Konzept „konkret auf die Vielfalt und Verschiedenheit der ihr anvertrauten Kinder und Jugendlichen ein“, heißt es in der Urkunde, die Ellen Wilms (Didaktische Leitung) und Lehrerin Christina Gerwing auf dem GGG-Kongress entgegennahmen. Dabei handelt es sich um den Dachverband für Schulen des gemeinsamen Lernens.

In der Würdigung der Jury wird die Schul- und Willkommenskultur gelobt. Logbücher sorgten für die Kommunikation von Schülerinnen und Schülern mit Lehrkräften und Eltern und strukturierten die Lernprozesse. Rechte und Regeln seien klar benannt, und es gebe eine Anti-Mobbing-Vereinbarung. Eine „ausgefeilte Struktur der Binnendifferenzierung“ sorge dafür, dass Heterogenität und Inklusion ständig im Blick seien. Im Jahrgang 9 habe sich die Gesamtschule Gescher den Vorbildern von Schulen angeschlossen, die den Schülern im Rahmen eines mehrtägigen Projektes „Herausforderungen“ abverlangten. Das zentrale pädagogische Lernkonzept der Schule sei das selbstgesteuerte Lernen („SegeLn“), das durch besondere Materialangebote, Checklisten und Lernlandkarten hilfreich unterstützt werde. „Selbstverständlich gehört eine regelmäßige Evaluation zum Schulkonzept, die Nachsteuerungen ermöglicht, wenn nötig“, heißt es in der Laudatio.

Mit Tischklopfen reagierte das Kollegium gestern auf die gute Nachricht. „Der Preis bestätigt unsere Arbeit und passt zu den positiven Rückmeldungen, die wir bei den jüngsten Fortbildungen und Fachtagungen erhalten haben“, stellte Manemann-Kallabis fest. Wofür das Preisgeld verwendet werde, stehe noch nicht fest.

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