Gescher
Von Biene Hermine inspiriert

Hochmoor. In einem kleinen Dorf im Münsterland wimmelt es nur so von LeseHelden. Als einmalige Aktion zum 50-jährigen Bestehens der katholischen öffentlichen Bücherei (KÖB) St. Stephanus mit dem gleichnamigen Kindergarten in Hochmoor geplant, wird sie aufgrund der Begeisterung, mit der die ersten acht Jungen an dieser Aktion zur frühen Leseförderung teilnahmen, jährlich im Herbst weitergeführt, mit wachsender Teilnehmerzahl.

Donnerstag, 17.10.2019, 09:22 Uhr
Gescher: Von Biene Hermine inspiriert
Vorlese-Held Gerd gibt Aaron gerne wertvolle Tipps bei der kniffligen Bastelarbeit. Foto: az

Die kleinen Lese-Abenteurer machten bereits Bekanntschaft mit dem alten Handwerk Torfstechen, der freiwilligen Feuerwehr und dem Fußballverein vor Ort. Zeitreisen zu den Rittern ins Mittelalter, den Dinosauriern vor Millionen von Jahren und in die Zukunft zu alltäglichen Besuchen auf Mond, Mars und Saturn wurden unternommen.

Nun, im Jahr 2019 galt die Aufmerksamkeit beim ersten Treffen der 15 Lesehelden im Alter von vier und fünf Jahren den besonderen Freunden und Helfern: der Polizei. Gleich zu dritt rückten die uniformierten Polizisten mitsamt dem Verkehrsmobil an. Zwei von ihnen, Vorlese-Held Volker und Vorlese-Heldin Heike begeisterten die Jungen mit einer Krimigeschichte über einen Geldraub. Die war zugleich spannend und lustig. Danach wurden alle kleinen und großen Teilnehmer in das Verkehrsmobil geführt, wo die Akteure Volker und Andreas ein Puppentheater aufführten, das die Kinder zum Mitmachen animierte und wahre Begeisterungsstürme auslöste.

Handpuppe „Benjamin“ und sein Freund Lollo, ein Alien, der im Ufo anreiste, lockten die Kinder zum Erzählen. Lese-Held Leonard konnte sich an sein erstes Treffen mit Lollo und dessen Ufo gut erinnern und freute sich besonders über die erneute Begegnung.

Im Anschluss an das Puppentheater durfte sich, wie das hier so üblich ist, jeder Lese-Held ein Buch aussuchen, um es für eine Woche mit nach Hause zu nehmen. Zum leichteren Transport erhielt jeder Lese-Held einen eigenen Zugbeutel. Zum Beweis der Teilnahme an diesem Aktionstag gab es natürlich einen Stempel auf den Lese-Helden-Pass.

Beim zweiten Treffen begegneten die Jungen dem Vorlese-Helden Gerd Both, dem „Marmeladenzauberer“ des Dorfes. Die Kinder wussten schon, dass Marmelade aus Erdbeeren und vielen anderen Früchtenzubereitet werden kann. Um Früchte zu bekommen, braucht man Sträucher und Bäume.

Diese müssen blühen, und die Blüten müssen bestäubt werden. So von hinten aufgerollt kam man schließlich auf die Bienen, das heutige Thema. Vorlese-Held Gerd las aus dem Buch von der kleinen „Biene Hermine“ aus deren Leben und dem schwierigen Überleben trotz Baustellen und Pestiziden. Zur Lösung von Bienen-Problemen und als Nisthilfe wurden kleine Insektenhotels aus einfachsten Mitteln gebaut: Konservendosen, Ton und zugeschnittenen Ästen von Brombeere, Holunder, Forsythie und Sommerflieder. Mit unglaublicher Geduld steckten die Jungen die Ästchen in gelb-schwarz lackierte Konservendosen. Das muss doch jede Wildbiene zum Einzug locken! Der anschließende Büchertausch wurde von den Jungen mit Freude angenommen.

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