Traum wird wahr: Steffi Bäumer-Enzen inszeniert „Der kleine Ritter Trenk“
Menschliche Botschaft

Billerbeck. Es ist ihr Lebenselixier: Regisseurin Steffi Bäumer-Enzen lebt für das Theater und steht mittlerweile nicht mehr nur auf der Bühne, sondern inszeniert. „Schon sehr früh war es mein Traum, einmal auf der großen Freilichtbühne selbst ein Stück inszenieren zu dürfen“, sagt die Billerbeckerin, die an der hiesigen Bühne bereits rund 70 Rollen an gespielt hat. Ihr Traum ist mit der Inszenierung von „Der kleine Ritter Trenk“, nach dem gleichnamigen Buch von Kirsten Boie und einer Schauspielfassung von Steffi Bäumer-Enzen, wahr geworden. Sie erzählt mit diesem Stück die Geschichte eines kleinen Bauernjungen, der seine Familie von der Leibeigenschaft befreien und ein tapferer Ritter werden möchte. Die Botschaft dahinter ist Bäumer-Enzen sehr wichtig: „Trenk zeigt, dass nicht die Herkunft eines Menschen über seine Zukunft entscheidet. Die Geschichte lässt sich auf die heutige Zeit übertragen und zeigt, welche Modernität in einem Stück über Ritter, Hofdamen, Gaukler und Ritterturniere steckt.“

Sonntag, 18.05.2014, 17:46 Uhr

„Besonders machen das Stück die verschiedenen Typen von Rollen. Viele Jungs interessieren sich für Ritter und die Mädchen identifizieren sich mit Thekla, die sich nicht mit den Normen abfinden will und gerne auch mal eine Schleuder in die Hand nimmt“, erzählt Bäumer-Enzen. Sie ist begeistert von der Probenzeit, in der das Ensemble zusammenwächst und sich ein ganzes Theaterstück entwickelt. Das konnte sie auch schon bei ihren Inszenierungen im Winter von „Peterchens Mondfahrt“ und „Die Schneekönigin“ erleben. Das Stück darf man sich nicht entgehen lassen, meint Bäumer-Enzen, weil es mal etwas Anderes ist: das Stück habe es noch nie auf einer Freilichtbühne gegeben und es beweise unendliche Vielseitigkeit. Diese spiegeln auch die Musik von Gerhard Kappelhoff und das Bühnenbild von Gereon Rasche wider, das mit einem schönen Holzhaus und einer Burg mit Zugbrücke punktet. Den kleinen Trenk spielt der 11-jährige Albero Grzanowski, der erst zum dritten Mal mitspielt: „Es macht sehr viel Spaß, aber es ist auch anstrengend. Meine Rolle gefällt mir deshalb so gut, weil sie den Wandel vom Bauernjungen zum Ritter zeigt.“ Als Kind habe er sich auch sehr für Ritter interessiert. „Die Probenzeit macht mir am meisten Spaß, weil dabei viel entsteht und wenn die Auftritte sind, dann ist es bereits ein fertiges Paket.“ Die Zuschauer dürfen also gespannt sein auf ein modernes Rittervergnügen mit einer echten menschlichen Botschaft.

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