Billerbecker in Erquinghem-Lys zu Gast / Weichen für Partnerschaft gestellt
„Auf die Freundschaft“

Billerbeck/Erquinghem-Lys. „A l’amitié“ („Auf die Freundschaft“) – mit diesen Worten erhebt Alain Bezirard, Bürgermeister von Erquinghem-Lys, das Glas und verleiht seinem Wunsch nach einer Partnerschaft mit Billerbeck noch mehr Nachdruck. Auch die Mitglieder des Stadtrates der Kleinstadt hoch im Norden Frankreichs – nahe der belgischen Grenze – sowie Jack Thorpe vom örtlichen Heimatverein können es kaum erwarten, mit Billerbeck verbunden zu sein, wie die Stadt Billerbeck mitteilt.

Dienstag, 20.05.2014, 18:06 Uhr

Bürgermeisterin Marion Dirks, die mit einer achtköpfigen Delegation angereist ist, betont, dass eine Partnerschaft von persönlichen freundschaftlichen Kontakten lebe. Und eben solche knüpfen Franzosen und Deutsche bei ihrem Treffen in Erquinghem-Lys nahe Lille, nachdem eine Abordnung aus Frankreich in Billerbeck zu Gast gewesen ist. Marion Dirks: „Es gibt viele Parallelen zwischen unseren Heimatorten. Auch deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir eine Partnerschaft eingehen werden.“ Erwartungsfroh sind auch Alexander Kahlert, Leiter der Ludgeri-Grundschule, und Barbara van der Wielen, Leiterin der Gemeinschaftsschule, was einen Schüleraustausch angeht. Beeindruckt zeigen sich die Domstädter vom Kinderparlament in Erquinghem-Lys, das auch Vorbild für Billerbeck sein könne. Sechs Schüler des Kinderparlaments sind denn auch beim feierlichen und besonders herzlichen Empfang im Rathaus dabei. Julie und Victor dürfen dem Bürgermeister dabei helfen, das Geschenk der deutschen Gäste auszupacken: ein gerahmtes Foto mit dem Billerbecker Rathaus. Deutsche und Franzosen besuchen gemeinsam den englischen Soldatenfriedhof an der katholischen Pfarrkirche. Dort liegt Josef Suwelack, ein Großonkel des Billerbeckers Wolfgang Suwelack, begraben. Der Flugpionier ist am 13. September 1915 im 1. Weltkrieg in Frankreich 27-jährig erschossen worden. Vor diesem Hintergrund sind 1997 die ersten Kontakte zur Familie Suwelack – und damit zu Billerbeck – entstanden. Eine große Tafel im Heimatmuseum erinnert an Josef Suwelack.

Was für die Billerbecker die Berkel ist, stellt die Lys (Leie) für Erquinghem dar, an deren Ufer die Deutschen und Franzosen entlanglaufen. Gemeinsam genießen sie ein Picknick im malerischen Déliot-Park im 4700 Einwohner zählenden Ort. Jetzt fiebern alle dem nächsten Besuch entgegen. In nur 400 Kilometern erreichen sie einander und sind neugierig darauf, sich noch besser kennen zu lernen.

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