Ergebnisse der Haushaltsbefragung präsentiert / Bürger zu Ideenmarkt am Mittwoch (4.6.) eingeladen
Wohnquartiere zukunftsfähig machen

Billerbeck. Die Ergebnisse der Haushaltsbefragung zum Regionale-2016-Projekt „Wohnen mit (Mehr-)Wert“ liegen vor. 419 Fragebögen sind an die Haushalte in den drei Wohngebieten Dreitelkamp I, Kerkeler und Zu den Alstätten verschickt worden. 122 sind zurückgekommen. „Das ist ein Rücklauf von etwa 30 Prozent. Das ist üblich bei solchen Befragungen. Da kann man mit zufrieden sein“, sagt Matthias Herding vom Büro Schulten für Raum- und Stadtentwicklung aus Dortmund, das die Befragung in Zusammenarbeit mit der Stadt durchgeführt hat.

Freitag, 23.05.2014, 18:15 Uhr

„Die Aktion hat sich nicht nur auf Wohnen im Alter konzentriert, sondern die unterschiedlichsten Altersgruppen wurden befragt“, so Herding. „So bekommen wir ein generationenübergreifendes Bild.“ Typisch sei die Ansiedlung von Einfamilienhäusern in diesen Wohngebieten (61 %). Die Auswertungen haben unter anderem ergeben, dass rund 72 Prozent der von den Befragten bewohnten Gebäuden nicht barrierefrei sind, gleichzeitig aber ebenfalls etwa dreiviertel der dort wohnenden Menschen in ihrem Leben eigentlich nicht mehr umziehen wollen. Rund 60 Prozent der Befragten würden keinen Handlungsbedarf für eine Sanierung sehen, gleichwohl haben bei circa 45 Prozent der Befragten zuletzt vor 25 Jahren oder sogar bislang keinerlei Sanierungsmaßnahmen stattgefunden. Herding: „Die Leute denken perspektivisch gar nicht so darüber nach, wie es in ein paar Jahren aussehen könne. Das Bewusstsein für vorausschauendes Handeln muss geschärft werden.“ Schließlich sollen die älteren Wohnquartiere zukunftsfähig bleiben - und genau darum geht es bei dem Projekt. Begleitend wurde ein Projektlabor eingerichtet, in dem einige Bürger der Nachbarschaften mit Vertretern der Stadt und des Planungsbüros Wünsche, Ideen und Möglichkeiten zusammen getragen haben: Gewünscht werden unter anderem eine Verbesserung der Nahversorgung für den täglichen Bedarf, Serviceangebote für ein eigenständiges Leben (Börse für Nachbarschaftshilfe, Lieferservice für Lebensmittel) und ein Bürgerbus. Auch für Familien sollen die Wohnquartiere attraktiv bleiben. Herding: „Sie müssen für alle Generationen interessant sein.“

Die Ergebnisse sollen im Rahmen eines Ideenmarktes diskutiert werden. „Und dazu sind nicht nur die Bewohner der drei Wohngebiete, sondern alle interessierten Bürger eingeladen“, so Bürgermeisterin Marion Dirks. Stattfinden wird der Ideenmarkt am Mittwoch (4. 6.) um 19 Uhr in der Mensa des Hauptschulgebäudes. Ziel ist, gemeinsam mit Bürgern und Eigentümern konkrete Lösungen und Maßnahmenvorschläge für ihr Wohngebiet zu sammeln. Weitere Ideen und Maßnahmenvorschläge sollen entwickelt, und Partner für ihre Umsetzung gefunden werden. Es soll ein Austausch mit Fachvorträgen, Expertengesprächen und Arbeitsgruppen werden, bei dem die Bürger sich aktiv mit einbringen sollen. Herding: „Die Leute sollen gemeinsam ins Gespräch kommen.“

Vor Ort sind unter anderem Energieberater Clemens Nolte von der Kreishandwerkerschaft und Annette Manai..Joswowitz, die beim Kreis Coesfeld für die kostenlose Wohnberatung zuständig ist. Geplant sei auch, so Marion Dirks, eine Internetseite mit Infos zu Ansprechpartnern rund ums Wohnen einzurichten.

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