Regionale2016-Projekt „Wohnen mit (Mehr)Wert“ geht weitere Schritte / Rund 70 Bürger beim Ideenmarkt
Wohn-Ideen für die Zukunft gesammelt

Billerbeck. Mit Ideen für die Weiterentwicklung ihrer Wohngebiete beschäftigten sich Bürger aller Generationen auf dem „Ideenmarkt“ im Hauptschulgebäude. Im Rahmen der Projektqualifizierung „Wohnen mit (Mehr)Wert“ hatten die Stadt und die Regionale2016-Agentur eingeladen, um sich mit den Wohn- und Versorgungsbedürfnissen in der Zukunft zu beschäftigen. Rund 70 Bürger waren der Einladung gefolgt, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. In zwei vorangegangenen Projektlabor-Treffen hatten bereits Bewohner aus den drei Wohngebieten Kerkeler, Dreitelkamp und einem Teilbereich „Zu den Alstätten“ diese Thematik diskutiert und vorgeschlagen, zu dem Ideenmarkt, der stadtweit allen Bürgern offenstand, auch Fachinformationen zur Verfügung zu stellen.

Donnerstag, 05.06.2014, 18:12 Uhr

Die Fachinformation übernahmen unter der Moderation von Marc Lucas Schulten (Schulten Stadt und Raumentwicklung, SSR) die Architektin Annette Manai-Josowitz von der Wohnberatung des Kreises Coesfeld und Klemens Nolte von der Kreishandwerkerschaft Coesfeld. Die Architektin vermittelte Tipps zur barrierefreien Umgestaltung des Wohnraumes und machte deutlich, dass Barrierefreiheit ein Thema für alle Generationen sei. Nolte ging auf die Beratungsmöglichkeiten zur energetischen Sanierung ein. Er verwies ebenso auf Fördermöglichkeiten aus Mitteln des Landes und des Bundes. Team- und Projektleiter Matthias Herding erläuterte die Ergebnisse der Haushaltsbefragung und verwies vor allem auf die Diskrepanz, dass in vielen Häusern seit mehr als 25 Jahren keine nennenswerten Investitionen erfolgt seien, sie aber von vielen Bewohnern auch nicht für notwendig gehalten werde. Oft warte man aus viel zu lange ab, bevor man sich Gedanken mache, was in der Zukunft geschehe. Und genau da, so Bürgermeisterin Marion Dirks, setze das Projekt an. Man wolle das Bewusstsein wecken, dass sich die Wohngebiete an die sich veränderten Rahmenbedingungen anpassen, wolle die Bedarfe ermitteln und Wege finden, diese Bedarfe zu erfüllen. Schon in der Fragebogenaktion und in den Projektlabor-Treffen hätten die Anwohner Handlungsfelder benannt. So waren die Hauptthemen aufgeteilt in die Bereiche Planen und Wohnen, Wohnumfeld, Infrastruktur und Mobilität sowie Netzwerk Nachbarschaft. Im Bereich Planen und Wohnen sei man sich einig, dass die Wohngebiete durch attraktive Wohnangebote ergänzt werden sollen. Auch soll über die Schaffung von sozialen Angeboten (Treffpunkte) direkt im Gebiet nachgedacht werden. Im zweiten Themenbereich sei es darum gegangen, auch das Wohnumfeld zu gestalten. Der Breitbandausbau, ein Bürgerbusverein sowie ein Lieferservice seien weitere Interessenspunkte. Beim Netzwerk Nachbarschaft ist an einen „Kümmerer“ gedacht, ein Freiwilliger aus der Nachbarschaft, der die Lotsenfunktion zu Beratungs- und Fördermöglichkeiten übernehmen könnte. Die Ergebnisse des Ideenmarktes werden nun im „Projektlabor“ näher beleuchtet und nach den Sommerferien den politischen Gremien vorgestellt.

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