Schwerer Unfall gestern auf der L 581 in Richtung Havixbeck / Zwei schwerverletzte Auto-Insassen
Motorradfahrer tödlich verletzt

Billerbeck (dk/pd). Bei einem schweren Verkehrsunfall am gestrigen Pfingstmontag starb auf der Landesstraße 581 zwischen Billerbeck und Havixbeck ein 54 Jahre alter Motorradfahrer aus Billerbeck. Es war kurz vor 14 Uhr, als der Billerbecker, gefolgt von einem weiteren Motorradfahrer auf der Landesstraße in Richtung Havixbeck fuhr. In einer für ihn langgezogenen Linkskurve kam ihm auf seiner Fahrspur ein 20-jähriger Autofahrer aus Westendorf (Landkreis Ostallgäu) entgegen. Der 20-jährige Autofahrer soll kurz vorher ein vor ihm fahrendes Auto überholt haben, ohne den Kurvenverlauf gänzlich einsehen zu können, so die Polizei. Der 54-jährige Motorradfahrer konnte nicht mehr ausweichen, es kam zum Frontalzusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Der 54-jährige Billerbecker war sofort tot. Sein Motorrad blieb zerstört im angrenzenden Feld liegen. Der Wagen, in dem beide Insassen schwer verletzt worden waren, schleuderte rechts in den Straßengraben. Notärzte und Rettungssanitäter bemühten sich um die Auto-Insassen. Beide wurden mit zwei Rettungshubschraubern in Kliniken nach Münster und Rheine geflogen. Ob die Verletzungen lebensbedrohlich sind, könne derzeit nicht abschließend festgestellt werden, so die Polizei. Der zweite Motorradfahrer aus Coesfeld kam mit leichten Verletzungen davon. Er hatte sich rechtzeitig von seiner Maschine gerollt und war über den Grünstreifen auf den Radweg gerutscht. An der Unfallstelle bot sich den Polizeibeamten und Rettern ein chaotisches Bild. Auf einer Strecke von mehr als 100 Metern Länge lagen Trümmer. Die Landesstraße 581 blieb für Stunden gesperrt. Derzeit ist von fehlerhaftem Überholen als vorrangige Unfallursache auszugehen, in die weiteren Ermittlungen wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Münster ein Gutachter eingebunden, so die Polizei. Dem 20-jährigen Autofahrer wurde eine Blutprobe entnommen. An der Unfallstelle betrug die zulässige Höchstgeschwindigkeit 100 km/h. Zur Betreuung vor Ort und zur Benachrichtigung von Angehörigen wurden Notfallseelsorger eingebunden.

Montag, 09.06.2014, 18:08 Uhr

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