Filmemacherin Susanna Wüstneck hat ihre Doku über Begegnungen schon geschnitten / Sponsoren gesucht
„Mitfahrgelegenheit“ ist fast am Ziel

Billerbeck (ude). Fast ein halbes Jahr ist es her, dass die in Billerbeck lebende Filmemacherin Susanna Wüstneck in unserer Zeitung von ihrem spannenden Projekt „Mitfahrgelegenheit Berlin – Münster“ berichtet hat. Jetzt ist ihr ungewöhnlicher Film fast fertig. „Wir haben ihn geschnitten und mit Musik unterlegt und haben schon einen guten Eindruck davon, wie er werden wird“, freut sich Susanna Wüstneck. „Im Moment sind wir dabei Sponsoren zu suchen, denn je mehr finanzielle Unterstützung wir bekommen, desto eher können wir die Arbeiten abschließen.“

Sonntag, 29.06.2014, 10:02 Uhr

Drei Jahre, zwischen 2010 und 2013, haben die Berlinerin und ihr Lebensgefährte aus Billerbeck eine Fernbeziehung geführt und sind hin und her gependelt. Dabei entstand die Idee zu einer ganz speziellen Dokumentation. Übers Internet hat Wüstneck wie viele andere Pendler auch Mitfahrer gesucht und diese zu Protagonisten ihres Films gemacht, indem sie während der Autofahrt eine Kamera laufen ließ. Menschen, die sich gar nicht kennen und vielleicht nie begegnet wären, treffen aufeinander und kommen ins Gespräch.

So ist ein Film entstanden, der seinen Reiz unter anderem aus dem Kontrast bezieht, dass völlige Fremdheit auf eine sehr intime Sitauation trifft. „Ich habe Menschen aus der ganzen Welt kennengelernt“, sagt Susanna Wüstneck. Und viele haben ihr sehr persönliche Dinge erzählt – wohl gerade weil sie wussten, dass sie ihre Gesprächspartnerin nie wieder treffen werden. „Das war richtig ergreifend“, erinnert sie sich. Wünsche, Träume, Lebensphilosophien.

58 Protagonisten kommen in ihrem Film vor, berichtet Wüstneck. „Und ein Baby“, lacht sie. Wie viel Spaß ihr das Projekt gemacht hat, ist ihr noch immer anzumerken. „Ich denke, der Film wird auch für den Zuschauer interessant.“ Er werde das Gefühl haben, selbst im Auto mitzufahren und interessanten Menschen begegnen. Wüstneck: „Der Film ist auch ein Botschaft für Toleranz.“

Wer ihn unterstützen und dafür sorgen will, dass er möglichst bald im Kino oder Fernsehen läuft, kann das über die Internetplattform visionbakery – ein Portal zum Crowdfunding. Dort wird das Filmprojekt samt Trailer vorgestellt. Spender und Sponsoren bekommen je nach Umfang ihres Engagements eine Gegenleisttung. Sie dürfen etwa zur Filmpremiere kommen oder bekommen eine Mitfahrgelgenheit nach Berlin. 30 Tage läuft die Aktion noch. | www.visionbakery.com/mitfahrgelegenheit-berlin-muenster

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