Beuys-Schülerin Marina Coesfeld zeigt im Haus Drees großformatige Arbeiten aus verschiedenen Serien
Etwas Unsichtbares sichtbar machen

Darup. Alle aktiven Teilnehmer der 8. Daruper Landpartie vorzustellen ist in diesem Rahmen nicht möglich. Einige der neuen Künstler werden jedoch in den nächsten Ausgaben mit ihren Arbeiten beschrieben. Wir beginnen an der Station 10, Haus Drees, Feldstiege 8.

Montag, 04.08.2014, 16:08 Uhr

Hier werden viele Freunde der bildenden Kunst auf ihre Kosten kommen. Denn Marina Coesfeld und ihre Nichte Alexandra Drees präsentieren einige Kunstwerke aus verschiedenen Serien. Gegenstand der Ausstellung sind großformatige Bilder aus dem Zyklus „Kleinstadtidylle“ - „Kreidepastelle“ - „Kern-Kraft“, „haptische Ölbilder“, sowie „Der Stoff, aus dem die Träume sind“. Letztgenanntes kann bei Marina Coesfeld ein Materialmix aus Wachstuch, Stoff, gerahmt in Plexiglas sein und hat bei der ausgezeichneten Beuys-Schülerin aus der Eifel geradezu dreidimensionale Wirkung. Die großformatigen Collagen und Kreidepastell-Drucke ziehen das Augenmerk mit hintersinniger Ausstrahlung auf sich und bilden „unsere Sehnsüchte und das, was uns verloren geht, ab.“ Der rote Faden ihrer Arbeiten ist das Thema Opfer – Täter.

„Für mich bedeutet Kunst etwas Unsichtbares sichtbar machen. Die Interpretation liegt beim Betrachter selbst“, erklärt die Künstlerin, die bereits mit 14 Jahren ihre Bilder in ihrem Heimat- und Geburtsort Coesfeld auf Ausstellungen präsentierte. Bald sollten die ersten Auftragsarbeiten folgen. In Münster absolvierte sie die Fachoberschule für Kunst & Design, wechselte zum Studium der Malerei nach Köln und wurde Schülerin bei Joseph Beuys in Düsseldorf. Parallel zum Studium ist Marina Coesfeld beim „Plastischen Theater“ und später bei den „Vaganten“ als Schauspielerin und Sängerin aktiv. Bei Fernsehproduktionen des WDR arbeitete sie als freie Mitarbeiterin.

Im Anschluss an diese künstlerischen Tätigkeiten entwirft und realisiert sie im eigenen Atelier Mode. Es handelt sich um Unikate, deren Stoffe von ihr bemalt sind. Der „Denver Clan“ wurde einer der bekanntesten Kunden. Seit 1994 ist sie ausschließlich als bildende Künstlerin tätig. Ihre Werke werden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland, in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt.

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