Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke besucht Bildungsgelände
Weitblick mit Pfeil und Bogen

Billerbeck (sdi). Er setzt den Pfeil auf den Bogen, spannt die Sehne. Das Ziel in ein paar Hundert Metern Entfernung visiert Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke an. Dann lässt er den Pfeil von der Sehne schnellen. Und? Daneben. Der zweite Versuch – dieses Mal mit einem anderen Pfeil und Bogen – klappt besser. Auch, wenn das Ziel wieder verfehlt wird.

Mittwoch, 06.08.2014, 17:27 Uhr

Ja, wer die Weitblickwiese in Billerbeck besucht, „bekommt dies nicht ohne ein Programm“, betont Ludger Althoff vom Vorstand der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, die das Bildungsgelände seit nunmehr zehn Jahren betreibt. Das gilt nicht nur für alle Kindertageseinrichtungen, Nachbarschaften und Schulklassen, sondern auch für den Regierungspräsidenten. Er besucht im Rahmen seiner Sommertour unter anderem die Leader-Region „Baumberge“ – zusammen mit Mitarbeitern der Bezirksregierung, Hubertus Messing (Stadt Billerbeck), Heinz Öhmann, Coesfelder Bürgermeister und Vorsitzender der Leader-Arbeitsgemeinschaft (LAG), sowie Alexander Jaegers, Geschäftsführer der LAG.

Beim Weitblick-Bildungsgelände – die letzte Station der gestrigen Reise – handelt es sich um ein rund 20 000 Quadratmeter großes Wiesen- und Waldgelände, auf dem Naturerlebnis- und Umweltprojekte mit Kindern durchgeführt werden. Vor allem die Brunnenanlage auf dem Gelände steht dabei im Fokus. Das Projekt ist von der Bezirksregierung im Rahmen von Leader mit 2792 Euro gefördert worden. Aus der Zeit der Nutzung durch die Gelsenwasser AG stammen noch mehrere Brunnenbohrlöcher. Um an das Wasser zu gelangen, ist eine Photovoltaikanlage zum Betrieb einer Pumpe installiert worden, die über einen Zwischenspeicher den nahegelegenen Naturteich speist. Der Teich hat einen Überlauf und das Wasser kann wieder im Erdreich versickern.

„Dieser Standort ist exemplarisch für die Baumberge. Die Menschen arbeiten hier mit Weitblick“, betont Öhmann. Und im Blick haben die Kommunen Billerbeck, Coesfeld, Havixbeck, Nottuln und Rosendahl auch die Bewerbung um die erneute Anerkennung als Leader-Region, damit in der neuen Förderperiode 2014 bis 2019 weitere gemeinsame Projekte in den Baumbergen mit Unterstützung der Europäischen Union umgesetzt werden können. In der Förderperiode 2009 bis 2013 hat die Region ein Fördervolumen von fast 1,7 Millionen Euro zugesagt bekommen. Öhmann: „Damit konnte ein Finanzvolumen von rund 2,9 Millionen Euro für Projekte in der Region umgesetzt werden.“ Dazu gehören unter anderem noch der Natur-Tourismus in den Baumbergen, die RadBahn Münsterland und der noch zu erstellende Ludgerus-Weg.

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