Konzert „Shalom“ im Dom zum Kerzenschein-Samstag / 300 Besucher wohnen eindrucksvollem Event bei
Wenn Kirche auf Synagoge trifft

Billerbeck. Was kann es schöneres als den Abschluss eines stimmungsvollen Kerzenschein-Samstagabends in der Innenstadt geben als das Konzert „Shalom – Kirche trifft Synagoge“ im Ludgerusdom? Rund 300 Besucher kamen zu diesem eindrucksvollen Event mit Semjon Kalinowsky (Viola) aus Lübeck, Prof. Torsten Laux aus Düsseldorf und den Westfälischen Kammersolisten unter der Leitung von Markus Lehnert.

Montag, 10.11.2014, 08:34 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 09.11.2014, 19:24 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 10.11.2014, 08:34 Uhr

Passender konnte das Konzert am Vorabend zur Erinnerung der Pogromnacht nicht terminiert werden. Das Konzert begann mit dem Fest-Präludium Nr. 1 zu Rosh Hashannah für Orgel Solo, vom jüdischen Komponisten Louis (Lasarus) Lewandowski (1821-1894). Bei den Psalmen handelte es sich um Lieder und Gebete des Buches der Psalmen der hebräischen Bibel. Zu den bekannteren gehörte der Psalm 23 (Der Herr ist mein Hirte) den Lewandowski ebenfalls vertonte. Die Psalmen wurden vom Chor der Westfälischen Kammersolisten und Orgelbegleitung aufgeführt. Semjon Kalinowsky stieg in der Mitte des Konzerts von der Orgelbühne herab und spielte vor dem Publikum die Sarabande op. 8 von Joseph Sulzer und Elohenu (Hebräischer Gesang) von Friedrich Gernsheim.

Zeitgenössisch endete das Konzert mit vier Beiträgen von Torsten Laux (*1965) „Shalom für Viola und Orgel“ und seinen Vertonungen der Psalmen 137 (An den Wassern zu Babel) und 23 (Der Herr ist mein Hirte). Schlusspunkt von Semjon Kalinowsky. Er spielte das moderne Volkslied aus Israel „Shalom chaverim“. Wie reagierte das Publikum? Es stand auf, drehte sich zur Orgelbühne und spendete lang anhaltenden Beifall für den wunderbaren Abend – Zugabe.

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