Senioren-Union macht bei Rundgang durch die Innenstadt auf Gefahren für ältere Mitbürger aufmerksam
„Stolperfallen beseitigen“

Coesfeld. „Stolperfallen gibt es in der Innenstadt viele“, betonte Heinz Hauk vom Vorstand der Senioren-Union der CDU Coesfeld bei einem Rundgang. Gemeinsam mit Holger Ludorf vom städtischen Fachbereich „Planung Bauordnung, Verkehr“ und Gerrit Tranel, dem stellvertretenden Bürgermeister, sind die Mitglieder der Senioren-Union unter Leitung von Klaus Kenkmann auf dem Weg durch die Fußgängerzone Letter Straße und über den Marktplatz.

Mittwoch, 12.11.2014, 17:58 Uhr

Immer wieder machen Kenkmann und Hauk auf die Stellen aufmerksam, die gerade für ältere Menschen eine Gefahr darstellen würde. „Das Pflaster in der Letter Straße ist viel zu unruhig, weil drei verschiedene Materialien verwandt worden sind, die unterschiedlich absacken, was zu Unebenheiten führt“, erläutert Heinz Hauk. Kleinteiliges Kopfsteinplaster aus Granit, daneben rote Pflastersteine und Betonsteinplatten seien wahllos aneinander gefügt worden.

Heinz Hauk kommentiert: „Es ist sicherlich ein verfehlter Denkansatz, in einem stark frequentierten Stadtzentrum historisches Feeling mittels Patchwork-Pflasterungen zu erzeugen, die in dieser Form aus der Zeit gefallen sind.“ Der rote Pflasterbelag sei bei Nässe und Glätte sehr rutschig. An einigen Stellen seien Unebenheiten und sonstige Schäden punktuell ausgebessert worden, was jedoch nicht von langer Dauer sei.

Auch die Vielzahl der Werbeaufsteller und Warenauslagen und zahlreiche abgestellte Fahrräder in der Fußgängerzone würden Hindernisse darstellen. Patchwork-Pflasterungen würden sich vor allem auch im Mühlenviertel finden – zum Leidwesen älterer Mitbürger.

In der Schüppenstraße würde das Wurzelwerk eines Baumes mitten in der Fußgängerzone für Huckel im Pflaster sorgen, bemängelten die CDU-Senioren.

Auch die Wege zu den beiden Kirchen, die über den Marktplatz führen, seien wegen des Kopfsteinpflasters gerade für Rollstuhlfahrer und Menschen, die einen Rollator nutzen, wegen möglicher Erschütterungen nicht zumutbar. Heinz Hauk selbst macht damit leidvolle Erfahrungen, wenn er seine auf den Rollstuhl angewiesene Frau über den Marktplatz schieben möchte. Er hat alle Schwachstellen im Straßenpflaster mit Fotos dokumentiert.

Auch der Gang durch den Schlosspark oder der Rundweg durch das Mühlenviertel seien gerade für ältere Menschen ein Hürdenlauf. Wer im Schützenwall dem Wasserlauf folgen wolle, müsse Schotterwege in Kauf nehmen, bei denen die Rutschgefahr sehr hoch sei.

Auch viel zu schmale Fußwege wie in der Neu- oder Beguinenstraße seien für gehbehinderte Menschen ein großes Problem.

Klaus Kenkmann appelliert an die Vertreter der Stadt, dass die Verwaltung auch bei Genehmigungen für den Umbau von Ladenlokalen barrierefreie Eingänge im Blick haben solle.

Aber nicht nur negative Kritik haben die Mitglieder der Senioren-Union parat. Sie loben die Bernhard-von-Galen-Straße als Beispiel einer funktionalen sowie begeh- und befahrbaren Oberflächenlösung.

Mit ihren Vorschlägen möchte sich die Senioren-Union gezielt am integrierten Handlungskonzept für die Innenstadt beteiligen. So überreicht die Vereinigung den Vertretern der Stadt eine Abhandlung mit allen Gefahrenpunkten und dem Appell, die Bedürfnisse älterer Menschen und Menschen mit Behinderung bei allen Planungen stärker zu berücksichtigen.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2872038?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947609%2F
Nachrichten-Ticker