Informations - und Diskussionsabend zur Innenstadt / Junge Union präsentiert Umfrage-Ergebnisse
„Versorgungslücken sind zu schließen“

Billerbeck. Rund 68 Prozent der Befragten einer Umfrage zum Thema Billerbecker Innenstadt gehen „unregelmäßig“ bis „sehr selten“ im Monat im Herzen der Domstadt einkaufen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die die Junge Union (JU) durchgeführt hat und im Rahmen eines Informations- und Diskussionsabends präsentierte. Rund 20 Teilnehmer hatten daran teilgenommen – darunter waren unter anderem Bürgermeisterin Marion Dirks, Christoph Wäsker (Kreisvorsitzender der Jungen Union), Brigitte Mollenhauer (Fraktionsvorsitzende der CDU Billerbeck) und einige andere kommunalpolitische Vertreter sowie interessierte Jugendliche.

Montag, 17.11.2014, 17:58 Uhr

Ortsvorsitzender Timo Schulze Brock präsentierte die ausgewertete Innenstadt-Umfrage. 32 Prozent der Umfrageteilnehmer gehen laut JU Billerbeck regelmäßig in der Innenstadt einkaufen. „Es handelt sich hier um ein altersübergreifendes Kernproblem“, so Timo Schulze Brock, „denn erst ab dem 55. Lebensjahr gleichen sich regelmäßige Nachfrager und unregelmäßiger Nachfrager zu pari aus“. Der Bedarf nach einem Drogeriemarkt sei definitiv vorhanden, denn rund 73 Prozent der Befragten hätten angegeben, öfter in Billerbeck einkaufen zu gehen, wenn ein Drogeriemarkt angesiedelt werden kann (Standortunabhängig). Zurzeit werde das Bedarfsfeld der Drogerieartikel durch lokale Supermärkte und überwiegend durch direkte Nachbargemeinden Coesfeld, Nottuln und Havixbeck aufgefangen. Diese Versorgungslücken müssten unbedingt geschlossen werden, denn „wenn Billerbecker in anderen Gemeinden einkaufen gehen, wird es kaum bei Drogerieartikeln bleiben, sondern es werden auch Waren und Dienstleistungen nachgefragt, die in Billerbeck selbst angeboten werden“, so die Junge Union in einer Mitteilung. Als weitere Bedarfsfelder hätten die Befragten fehlende Fachärzte, Geschäfte für den Garten und Kleinbedarf, Elektronikgeschäfte und auch Bekleidungsgeschäfte angegeben. Zur Standortfrage teilte die JU mit, dass eine Mehrheit sich für die Billerbecker Innenstadt ausgesprochen habe. Deutlich wichtiger sei vielen gewesen, dass ein Drogeriemarkt unabhängig vom Standort angesiedelt werden könne, damit auch der Bedarf vor Ort gedeckt werden könne. Mit rund 3,1 Millionen Euro laut des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes sollen bis 2018 Maßnahmen durchgeführt werden, um die Konkurrenzfähigkeit der Innenstadt zu verbessern. Es werde auch weiterhin ein breites Spektrum an Maßnahmen benötigt, um vorhandene Probleme zu lösen. „Lediglich die Ansiedlung eines Drogeriemarktes kann das altersübergreifende Kernproblem nicht lösen“, so die Junge Union.

Anschließend wurde die Diskussionsrunde mit einer Eröffnungsrede von Bürgermeisterin Marion Dirks gestartet. Sie hob das Engagement der JU hervor und lobte die Qualität der Ausarbeitung. Der ausführliche Bericht wird auf der Internetpräsenz der Stadt Billerbeck veröffentlicht.

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