Autoren und 200 Besucher genießen Atmosphäre und historisches Flair / Maria Rhein stellt neuen Roman vor
Literarische Zeitreise voller Magie

Billerbeck. Was so eine lange Lesenacht doch bewirken kann! „Wie cool wäre das, wenn wir mal irgendwann hier lesen könnten“, dachten sich Maria Rhein und Dieter Beckmann, als sie vor vier Jahren die Billerbecker Lesenacht besuchten. Beide schlossen sich spontan zu einem Autorenduo zusammen, sammelten im Cox Orange Ideen und gleich das erste Manuskript, „Der Werwolf von Münster“ wurde ein Erfolg. In diesem Jahr ist Rhein nun tatsächlich dabei.

Sonntag, 20.11.2016, 16:53 Uhr

Autoren und 200 Besucher genießen Atmosphäre und historisches Flair / Maria Rhein stellt neuen Roman vor : Literarische Zeitreise voller Magie
Bereits eine halbe Stunde vor Beginn der ersten Lesung ist „Das kleine Café“ gut gefüllt mit Literatur-Freunden, die gespannt sind auf eine ereignisreiche Nacht. Foto: az

Sie stellt den historischen Kriminalroman „Die Sichel des Todes“ vor, der auf einem Gräftenhof im Münsterland spielt, wo der eigenwillige Kommissar Maler 1877 den Mord an einem Millionär aufklären muss. Die Spur führt zu den Wiedertäufern, apokryphe Schriften spielen eine Rolle, bei den Recherchen hilft eine historische Figur, der schrullige Prof. Landoirs, als Gründer des Zoos ein bekanntes Münsteraner Original. Im von Kerzen erleuchteten OSG-Raum ist es rappelvoll bei ihrer Lesung, „Gruppenkuscheln“, schmunzelt eine Zuhörerin, als es ans Zusammenrücken geht.

Zur historischen Einstimmung wird erst mal gesungen, da Co-Autor Beckmann verhindert ist, begleitet Lebensgefährte Karsten Neuendorf Maria Rhein auf der Gitarre. Für die meisten der Zuhörer geht es danach weiter auf eine spannende Lesereise. Überall huschen warm eingepackte Gestalten durch die von Kerzen beleuchteten Gassen, genießen die Atmosphäre auf dem wunderbaren historischen Platz um die Johanniskirche und bekommen beim nächtlichen Spaziergang den Kopf wieder frei für neue Erlebnisse.

Jeder erlebt diese Nacht anders, hat die Wahl unter zwanzig verschiedenen Lesungen, kann eintauchen in die unterschiedlichsten historischen Abenteuer. Manche genießen einfach die Atmosphäre an einem Ort, machen es sich etwa im kleinen Café gemütlich und lauschen den vier Autoren, die sie dort auf ihre literarische Zeitreise mitnehmen. Andere lassen sich leiten vom Zufall, oder haben sich einen Lesefahrplan erstellt. Und überall gibt es Interessantes zu hören, tauchen die Zuhörer ein in vergangene Welten, lernen viele historische Gestalten kennen, die die Autoren inspiriert haben zu ihren Werken.

So wird diese Nacht zu einer reizvollen Geschichtsstunde mit interessanten Gesprächen. Das gilt auch für die Autoren, die vernetzt sind in der Vereinigung „Homer“ und hier Freunde und Kollegen treffen.

„So eine Atmosphäre wie hier habe ich noch nirgendwo erlebt“, schwärmt Präsidentin Caren Benedikt, die die Abenteuer ihrer Duftnäherin Anna vorstellt, von der herzlichen Aufnahme und der Nähe zum Publikum in Billerbeck. Und auch Besucherin Stefanie Thier schwärmt: Ich gehe wahnsinnig gern durch die verwinkelten Gassen und lasse mich inspirieren, welches Buch ich als nächstes lese.“

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