Billerbeck
Billerbeck-Becher schont die Umwelt

Billerbeck. Der Dom natürlich und das Rathaus, Haus Hameren und die Badende und – schon etwas im Hintergrund, weil weiter entfernt – die Nachbarschaft der Domstadt: Kloster Gerleve und der Longinustum. Wer sich an Billerbecks Bahnhof sein Heißgetränk in einen mit diesen Motiven in Rot, Braun, Grau und Gelb verzierten Becher füllen lässt, nimmt nicht nur seine Stadt mit auf den Weg, sondern kann sein Getränk auch guten Gewissens genießen. „Der neue Kaffeebecher lässt sich nicht nur immer wieder verwenden, er ist am Ende auch zu hundert Prozent recycelbar“, beschreibt Martin Althoff, Geschäftsführer des Vereins IBP, der Träger des Bahnhofs ist, den Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Mittwoch, 02.10.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 02.10.2019, 11:02 Uhr
Billerbeck: Billerbeck-Becher schont die Umwelt
Im Bahnhof haben Martin Althoff (Geschäftsführer IBP) und Ulrike Feldkötter-Muschner (Bereichsleiterin IBP) am Dienstag die neuen Becher mit Motiven aus Billerbeck vorgestellt. Wer in ihnen seinen Kaffee mitnimmt, leistet einen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Foto: Ulrike Deusch

Für acht Euro ist der Becher im Bahnhof erhältlich. Wer mag kann ihn selber spülen und beim nächsten Getränkekauf im Bahnhof wieder befüllen lassen. „Unsere Mitarbeiter nehmen aber auch ungespülte Becher wieder an und geben mit dem nächsten Kaffee einen frischen aus“, erklärt Althoff das System. Umweltschutz wird noch an anderer Stelle deutlich: „Wir haben beobachtet, dass viele Bahnfahrer, die sich in der Vergangenheit hier einen Coffee to go mitgenommen haben, den Plastikdeckel schon auf dem Bahnsteig runter nehmen und wegwerfen. Auch das können wir mit dem neuen Angebot vermeiden.“

Die Idee zum schmucken Billerbeck-Becher für den Kaffee zum Mitnehmen sieht Martin Althoff als eine Konsequenz aus dem Projekt „unplastic Billerbeck“. „Wir haben überlegt, was wir als IBP beitragen können“, so Althoff. „Wir möchten ein Bewusstsein schaffen für den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen, aber auch konkret etwas tun.“ Gemeinsam mit den Bewohnern, die der sozialtherapeutisch ausgerichtete Verein begleitet, sei die Idee entwickelt worden. „Es war für uns eine gute Erfahrung, dass auch Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen, Interesse daran haben, dass die Umwelt adäquat geschützt wird“, freut sich Martin Althoff.

Noch ist der Becher nur am Bahnhof erhältlich, aber die Initiatoren streben an, weitere Partner in Billerbeck zu finden, mit denen sie das Gefäß und das umweltfreundliche System in Umlauf bringen können.

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